Trübe Situation für die Wirtschaftsblätter
Finanz- und Wirtschaftspresse Nach einer Verschnaufpause sind die Leserzahlen 2004 massiv getaucht.
Finanz- und Wirtschaftspresse Nach einer Verschnaufpause sind die Leserzahlen 2004 massiv getaucht.Nach den starken Leserverlusten in den Jahren 2001 und 2002 schien der Abwärtstrend der Finanz- und Wirtschaftspresse im vergangenen Jahr überstanden zu sein. Alle Titel konnten wieder leicht Leser zulegen oder verzeichneten zumindest keine namhaften Abgänge mehr. Doch daraus ist keine nachhaltige Stabilisierung geworden, wie die aktuellen Mach-Basic-Zahlen nun zeigen. Im Gegenteil rutschten insbesondere die Deutschschweizer Titel erneut tief in die roten Zahlen.Diese Entwicklung überrascht allerdings nicht: Bereits die Auflagezahlen vom vergangenen April, welche der Finanz- und Wirtschaftspresse praktisch durchwegs massive Einbrüche bescherten, hatten die Leserschaftsverluste vorweggenommen (siehe Kasten).
Positive Zahlen nur für StocksEinigermassen gut über die Runden kam nur gerade die Verlagsgruppe HandelsZeitung. Für Stocks, das im vergangenen Frühjahr noch einen brutalen Verlust von mehr als ein Viertel seiner Auflage bekannt
geben musste, resultierte entgegen den Erwartungen sogar ein (nicht signifikanter) kleiner Gewinn von 5000 Lesern (+8,8 Prozent). Aber auch die HandelsZeitung hat sich mit einem (ebenfalls nicht signifikanten) Verlust von «nur» 12000 Lesern (–7,9 Prozent) noch vergleichsweise gut gehalten.
Viel schmerzhafter bergab ging es hingegen für die drei Deutschschweizer Titel Bilanz, Cash und Finanz und Wirtschaft, denen zusammen 130000 Leser abhanden gekommen sind. Dazu trug die Bilanz mit einem Minus von 58 000 Lesern (–12,2 Prozent) am stärksten bei. Gefolgt von Cash, das mit 51000 weniger Lesern (–14,7 Prozent) den höchsten prozentualen Verlust unter den Wirtschaftsblättern verkraften muss. Ebenfalls massiv ins Minus fuhr die Finanz und Wirtschaft, für die 21000 weniger Leser (–13,5 Prozent) ausgewiesen sind.
Gehalten hat sich hingegen das Westschweizer Agefi. Die täglich erscheinende Wirtschaftszeitung stagniert allerdings bereits seit mehreren Jahren bei nicht gerade berauschenden rund 20000 Lesern.
Leserzahlen folgen meist den AuflagenWenn die Auflagen im Frühjahr sinken, sind Verluste bei den Leserzahlen im Herbst die logische Konsequenz. Zumindest ist dies in der Regel der Fall.
Eine grosse Ausnahme macht dieses Jahr allerdings Stocks. Das Börsen- und Anlegermagazin war bei der Beglaubigung im April tief im
Minus: Mehr als ein Viertel (–26,8 Prozent) der Auflage ging verloren. Trotzdem schneidet das Heft bei den Leserzahlen nun mit einem kleinen Plus ab. (dse)
Harte Zeiten: Insbesondere die Deutschschweizer Wirtschaftsblätter haben nach wie vor Baisse.
Daniel Schifferle
Positive Zahlen nur für StocksEinigermassen gut über die Runden kam nur gerade die Verlagsgruppe HandelsZeitung. Für Stocks, das im vergangenen Frühjahr noch einen brutalen Verlust von mehr als ein Viertel seiner Auflage bekannt
geben musste, resultierte entgegen den Erwartungen sogar ein (nicht signifikanter) kleiner Gewinn von 5000 Lesern (+8,8 Prozent). Aber auch die HandelsZeitung hat sich mit einem (ebenfalls nicht signifikanten) Verlust von «nur» 12000 Lesern (–7,9 Prozent) noch vergleichsweise gut gehalten.
Viel schmerzhafter bergab ging es hingegen für die drei Deutschschweizer Titel Bilanz, Cash und Finanz und Wirtschaft, denen zusammen 130000 Leser abhanden gekommen sind. Dazu trug die Bilanz mit einem Minus von 58 000 Lesern (–12,2 Prozent) am stärksten bei. Gefolgt von Cash, das mit 51000 weniger Lesern (–14,7 Prozent) den höchsten prozentualen Verlust unter den Wirtschaftsblättern verkraften muss. Ebenfalls massiv ins Minus fuhr die Finanz und Wirtschaft, für die 21000 weniger Leser (–13,5 Prozent) ausgewiesen sind.
Gehalten hat sich hingegen das Westschweizer Agefi. Die täglich erscheinende Wirtschaftszeitung stagniert allerdings bereits seit mehreren Jahren bei nicht gerade berauschenden rund 20000 Lesern.
Leserzahlen folgen meist den AuflagenWenn die Auflagen im Frühjahr sinken, sind Verluste bei den Leserzahlen im Herbst die logische Konsequenz. Zumindest ist dies in der Regel der Fall.
Eine grosse Ausnahme macht dieses Jahr allerdings Stocks. Das Börsen- und Anlegermagazin war bei der Beglaubigung im April tief im
Minus: Mehr als ein Viertel (–26,8 Prozent) der Auflage ging verloren. Trotzdem schneidet das Heft bei den Leserzahlen nun mit einem kleinen Plus ab. (dse)
Harte Zeiten: Insbesondere die Deutschschweizer Wirtschaftsblätter haben nach wie vor Baisse.
Daniel Schifferle
