Sparbefehl: 16 Millionen

Umstrukturierung / Der Internetdienst Swissinfo und Teletext müssen den Gürtel enger schnallen. Bis zu achtzig Stellen werden gestrichen.

Umstrukturierung / Der Internetdienst Swissinfo und Teletext müssen den Gürtel enger schnallen. Bis zu achtzig Stellen werden gestrichen.Konzentration auf das Kerngeschäft heisst die neu aufgelegte Devise bei Swissinfo und Teletext. Die SRG SSR idée suisse hat Massnahmen ergriffen, um die Streichung des Bundesbeitrags für Swissinfo/SRI von 15 Millionen Franken ausgleichen zu können. Der Verwaltungsrat hat demnach den strategischen Entscheid gefällt, dass bei Swissinfo nur noch eine englischsprachige Site angeboten wird sowie spezifische Inhalte für Auslandschweizer. Dieser englischsprachige Dienst wird in das Nachrichten- und Produktionssystem von SR DRS eingebunden. Swiss Teletext wird regionalisiert. Der Standort Biel wird aufgelöst. Die «Regionalisierung» bedeutet, dass die Redaktionen jetzt näher an die verschiedenen Fernsehstudios angebunden werden, um dort enger und damit billiger mit den journalistischen Abteilungen zusammenarbeiten zu können.
Insgesamt werden bis 80 Stellen abgebaut, vorwiegend bei Swissinfo. Damit kann die SRG jährlich wiederkehrende 16 Millionen Franken sparen. Die SRG SSR idée suisse bemüht sich, für alle Betroffenen gute Lösungen zu finden, mit Jobangeboten innerhalb der Gruppe oder mit guten Sozialplänen.
Teletext-Direktor Max Frei dementiert aber eine Meldung der Zeitung La Tribune in Genf. Darin wurde letzte Woche behauptet, dass auch sämtliche Mobile-Dienste eingestellt würden. «Selbstverständlich bleibt dieses Geschäft weiterhin bestehen für die crossmedialen Aktivitäten der SRG.» Auch die Webfactory von Swissinfo/SRI wird als multimediales Kompetenzzentrum der SRG SSR beibehalten.
Die kommerziellen Aktivitäten von Swiss TXT werden grösstenteils von Publisuisse übernommen. Das Angebot von Swiss TXT wird künftig Kurznachrichten während sieben Tagen zu 24 Stunden umfassen. Die Produktion und Ausstrahlung von Untertitelungen wird beibehalten.
Andreas Panzeri

More articles on the topic