Elektronische Medien geben Gas
Werbemarkt Die TV-Werbung hat das Januarloch erfolgreich überwunden und im Februar deutlich Gas gegeben.
Werbemarkt Die TV-Werbung hat das Januarloch erfolgreich überwunden und im Februar deutlich Gas gegeben.Das zeigt der Goldbach Electronic Media Index (GEMI). Der TV-Teilindex stieg im Februar um drei auf 306 Punkte. Im Januar hatte er nach vier starken Monaten erstmals wieder einen Punkt eingebüsst.Nicht nur ins Fernsehen wurden mehr Werbegelder investiert. Alle vom GEMI erhobenen elektronischen Medien konnten im Februar zulegen. Der Radioindex stieg um vier auf 264 Punkte. Die Onlinewerbung, deren Aufwärtstrend im Januar scharf abgebremst worden war, nahm wiederum Fahrt auf. Ihr Index kletterte ebenfalls um vier Zähler auf 149 Punkte. Der Teletext konnte um einen Punkt zulegen. Als einziges elektronisches Medium weist er über die vergangenen zwölf Monate kein deutliches Wachstum aus, sondern dümpelt zwischen 196 und 201 Punkte.
Da das Werbevolumen des Teletexts gering ist, hat seine Stagnation keinen grossen Einfluss auf den Gesamtindex der elektronischen Medien. Er sprang im Februar um vier Zähler auf den Höchstwert von 305 Punkten und machte das kleine Minus vom Januar vergessen. Dementsprechend erreichten die elektronischen Medien gemäss Goldbach Media auch einen Rekordanteil von 28,7 Prozent an den Gesamtwerbeausgaben. Im Januar lag der Anteil noch bei 25,3 Prozent.
Der Rekord wurde möglich, weil sich der Gesamtmarkt der Werbemedien deutlich langsamer entwickelt. Sein Index stieg um nur einen auf 162 Punkte. Er liegt damit noch lange unter seinem historischen Höchstwert von 170 Punkten, der im April und Mai 2001 erreicht worden war.
Ein Blick in die (rückwirkend errechneten) Annalen des GEMI zeigt übrigens, dass ein regelmässiges Januarloch bei den Werbeausgaben nicht existiert. Von den letzten zwölf Januaren brachten nur drei einen Rückgang des TV-Index mit sich: Neben 2005 waren das 1996 und 2002, wobei Letzterer kein Loch war, sondern Teil eines fortgesetzten Abwärtstrends. Der Gesamtmarkt verzeichnete insgesamt zwei rückläufige Jahresanfänge, 1996 und 2003.
Was ist GEMI?Die Werbewoche präsentiert den Goldbach Electronic Media Index (GEMI). Er zeigt monatlich die Entwicklung der Werbeausgaben in den elektronischen Medien und im Gesamtmarkt seit der Einführung des ersten TV-Werbefensters 1993.
Der GEMI wird vom Werbevermarkter Goldbach Media ermittelt. Er beruht zu 100 Prozent auf der Erhebung des Schweizer Bruttowerbeaufwands von Media Focus. In einem zweistufigen Verfahren wird die monatliche Saisonalität aus den Zeitreihen herausgefiltert. (sm)
Stefano Monachesi
Da das Werbevolumen des Teletexts gering ist, hat seine Stagnation keinen grossen Einfluss auf den Gesamtindex der elektronischen Medien. Er sprang im Februar um vier Zähler auf den Höchstwert von 305 Punkten und machte das kleine Minus vom Januar vergessen. Dementsprechend erreichten die elektronischen Medien gemäss Goldbach Media auch einen Rekordanteil von 28,7 Prozent an den Gesamtwerbeausgaben. Im Januar lag der Anteil noch bei 25,3 Prozent.
Der Rekord wurde möglich, weil sich der Gesamtmarkt der Werbemedien deutlich langsamer entwickelt. Sein Index stieg um nur einen auf 162 Punkte. Er liegt damit noch lange unter seinem historischen Höchstwert von 170 Punkten, der im April und Mai 2001 erreicht worden war.
Ein Blick in die (rückwirkend errechneten) Annalen des GEMI zeigt übrigens, dass ein regelmässiges Januarloch bei den Werbeausgaben nicht existiert. Von den letzten zwölf Januaren brachten nur drei einen Rückgang des TV-Index mit sich: Neben 2005 waren das 1996 und 2002, wobei Letzterer kein Loch war, sondern Teil eines fortgesetzten Abwärtstrends. Der Gesamtmarkt verzeichnete insgesamt zwei rückläufige Jahresanfänge, 1996 und 2003.
Was ist GEMI?Die Werbewoche präsentiert den Goldbach Electronic Media Index (GEMI). Er zeigt monatlich die Entwicklung der Werbeausgaben in den elektronischen Medien und im Gesamtmarkt seit der Einführung des ersten TV-Werbefensters 1993.
Der GEMI wird vom Werbevermarkter Goldbach Media ermittelt. Er beruht zu 100 Prozent auf der Erhebung des Schweizer Bruttowerbeaufwands von Media Focus. In einem zweistufigen Verfahren wird die monatliche Saisonalität aus den Zeitreihen herausgefiltert. (sm)
Stefano Monachesi
