Die Zukunft kommt aus der alten Büchse
Kinowerbung Cinecom und Cavegn-Werbung lancieren den digitalen Werbefilm.
Kinowerbung Cinecom und Cavegn-Werbung lancieren den digitalen Werbefilm.«The Jazzsinger» hiess der Film, mit dem 1929 der Stummfilm vom Tonfilm abgelöst wurde. 1939 setzte sich mit «Vom Winde verweht» der Farbfilm durch. Am 30. Juni 2005 feiert Cinecom in der Schweiz einen vergleichbaren cineastischen Meilenstein. «Für Cinecom hat ein gewaltiger Akt begonnen. Die meisten Kinos in der Schweiz werden auf digitalen Werbefilm umgerüstet», freut sich Jean-Claude Bruhin, Leitung Kommunikation bei Cinecom (siehe auch Seite 19).Der führende Vermarkter für Kinowerbung in der Schweiz will bis 30. Juni bereits 280 bis 300 Kinos umgerüstet haben. Bis Mitte 2006 «oder schneller» sollen es 430 Kinos sein. Mit der neuen Technik entfällt das aufwändige Kopieren der 35-mm-Werbefilme. Werbespots können nun digital, also ohne mehrwöchige Vorlaufszeit, höchst flexibel geschaltet werden.
Um diese neue Ära anzukündigen, hat Cavegn-Werbung gemäss Markus Cavegn «auf einfache, plakative Weise» die alten Zeiten zu Grabe getragen. Die Idee mit der Todesanzeige aus Zelluloid, «das noch einmal seinen grossen Auftritt hat», ist ihm spontan in den Sinn gekommen. Cinecom hat sie auf Anhieb gefallen. Aus der Ankündigung hat sich mittlerweile eine veritable kleine Kampagne entwickelt. Als Requisiten für die Folgesujets dienen weiterhin Utensilien aus der guten, alten Zeit des Farbfilms.
Wurden in Zusammenarbeit mit dem Züriwerk für die «Todesanzeige» 2,3 Kilometer Werbefilm zugeschnitten und in ein Mailing geklebt, arbeitet Cavegn in der Fortsetzung jetzt mit Fotos von nicht mehr gebrauchten und deshalb ebenso zweckentfremdeten Filmspulen und Filmbüchsen. Julien Vonier hat die Packshots fotografiert. Die Texte sind von Markus Rottmann, der zurzeit in den Schweizer Bergen anstatt wie früher in Indien für Cavegn als Freelancer wirkt.
Schon beim ersten Sujet haben die Kreativen bewusst das CI von Cinecom verlassen, weil das Kreuz auf rotem Grund nicht wirken konnte. Diese von Cinecom «fast gepachtete Grundfarbe» ist jetzt wieder da – hingegen fehlt als neue Konsequenz zur Ankündigung einer neuen Epoche der Claim. «Die Sujets sind so schnell, wie jetzt ein Mediaplan mit Cinecom sein kann», kommentiert Cavegn die Filmbüchse und Spule.
Die Inserate mit diesen Ankündigungen erscheinen in der Fachpresse in der Schweiz und auch in Horizont, gut getimt mit einem Fachbericht in der deutschen Werbezeitung über die Entwicklung der digitalen Übermittlung.
Megabytes statt Filmrolle: Ein Meilenstein der Kinowerbung.
Andreas Panzeri
Um diese neue Ära anzukündigen, hat Cavegn-Werbung gemäss Markus Cavegn «auf einfache, plakative Weise» die alten Zeiten zu Grabe getragen. Die Idee mit der Todesanzeige aus Zelluloid, «das noch einmal seinen grossen Auftritt hat», ist ihm spontan in den Sinn gekommen. Cinecom hat sie auf Anhieb gefallen. Aus der Ankündigung hat sich mittlerweile eine veritable kleine Kampagne entwickelt. Als Requisiten für die Folgesujets dienen weiterhin Utensilien aus der guten, alten Zeit des Farbfilms.
Wurden in Zusammenarbeit mit dem Züriwerk für die «Todesanzeige» 2,3 Kilometer Werbefilm zugeschnitten und in ein Mailing geklebt, arbeitet Cavegn in der Fortsetzung jetzt mit Fotos von nicht mehr gebrauchten und deshalb ebenso zweckentfremdeten Filmspulen und Filmbüchsen. Julien Vonier hat die Packshots fotografiert. Die Texte sind von Markus Rottmann, der zurzeit in den Schweizer Bergen anstatt wie früher in Indien für Cavegn als Freelancer wirkt.
Schon beim ersten Sujet haben die Kreativen bewusst das CI von Cinecom verlassen, weil das Kreuz auf rotem Grund nicht wirken konnte. Diese von Cinecom «fast gepachtete Grundfarbe» ist jetzt wieder da – hingegen fehlt als neue Konsequenz zur Ankündigung einer neuen Epoche der Claim. «Die Sujets sind so schnell, wie jetzt ein Mediaplan mit Cinecom sein kann», kommentiert Cavegn die Filmbüchse und Spule.
Die Inserate mit diesen Ankündigungen erscheinen in der Fachpresse in der Schweiz und auch in Horizont, gut getimt mit einem Fachbericht in der deutschen Werbezeitung über die Entwicklung der digitalen Übermittlung.
Megabytes statt Filmrolle: Ein Meilenstein der Kinowerbung.
Andreas Panzeri
