Shake den Salat!

Food Das Ready-to-eat-Sortiment von Anna’s Best ist beim jüngeren Publikum wenig profiliert. Zwei Spots von Exxtra sollen Marke und Absatz stärken.

Food Das Ready-to-eat-Sortiment von Anna’s Best ist beim jüngeren Publikum wenig profiliert. Zwei Spots von Exxtra sollen Marke und Absatz stärken.Bei den haushaltführenden Personen ist Anna’s Best, die Convenience-Food-Marke der Migros und besonders deren Ready-to-cook-Palette, gut etabliert. Überraschend anders präsentiert sich ihr Markenprofil bei den jüngeren Segmenten und Berufstätigen. Obwohl mit den Ready-to-eat-Produkten das Sortiment gerade auf deren Bedürfnisse zugeschnitten scheint, hat eine Auswertung des Brand Asset Valuator gezeigt, dass die aktiveren und urbaneren Zielgruppen sich weniger an einer bestimmten Marke orientieren. Vielmehr steuern sie das weite Feld der Verkaufskanäle im Take-away-Bereich an. Hier, wo sich die Konsumenten oft spontan für das eine oder andere Fertiggericht entscheiden, liefern sich Anbieter wie Gourmessa, Eigenmarken anderer Detaillisten, Fastfood-Lokale und Kioske einen harten Konkurrenzkampf.Anna soll Leaderin werdenTrotzdem erkennen die Verantwortlichen des Migros-Genossenschafts-Bunds in dieser Zielgruppe ein grosses Wachstumspotenzial, zumal das breite Anna’s-Best-Sortiment mit seinem Consumer-Benefit «Mehr Zeit zum Leben» gut eine Top-of-mind-Position besetzen kann. Was die Food-Designer entwickeln, sollen Marketingspezialisten den Konsumenten schmackhaft machen. Um Anna’s Best als Leader im Bereich Frisch-Convenience-Produkte zu verankern, setzen sie in einer Kampagne pars pro toto auf die Shake-Salate.
Für das angepeilte Publikum mit seinen spezifischen Gewohnheiten und Einstellungen wählten die Kreativen der beauftragten Agentur Exxtra eine frechere und ausgefallenere Umsetzung: In den zwei demnächst anlaufenden Spots wird das einfache Handling und die schnelle Zubereitung nicht mit den üblichen Handbewegungen oder Tanzeinlagen dramatisiert. Die Salatsauce, die erst durch das Aufdrücken einer Kapsel an die Salatblätter gelangt, wird hier auf ungewöhnliche Art geschüttelt.
In einem schnell geschnittenen Streifen albern zwei junge Männer köstlich mit der Salatpackung herum, indem einer sie rückwärts auf eine Rolltreppe katapultiert. Der so zubereitete Salat fährt zum Absender zurück, wo er in Empfang genommen und genussvoll verspiesen wird. Im anderen Spot lässt sich eine junge Frau das Dressing durch das Rütteln eines heftig betriebenen Flipperkastens gleichmässig über den Salat verteilen. Während der Zubereitung hat sie genügend Zeit, um die bewundernden Blicke des Spielers auszukosten. Auch wenn man solchen Aufrissmethoden nur in der Werbewelt begegnet, dem Zielpublikum dürften sie gerade deshalb unaustauschbar im Kopf haften bleiben.
Knackige Salate für junge Leute.

Luca Aloisi

More articles on the topic