Happy Birthday, Glückskind!
Glücksspiele Für die Loterie Romande lässt Rive Gauche TBWA die Lottokugeln zum Leben erwachen.
Glücksspiele Für die Loterie Romande lässt Rive Gauche TBWA die Lottokugeln zum Leben erwachen.
Im Zahlenlotto von Swisslotto gewinnen in der ganzen Schweiz jeweils die gleichen sechs Zahlen. Auch der Jackpot ist von Romanshorn bis Genf der gleiche. Organisiert wird das Glücksspiel in der welschen Schweiz aber vom eigenständigen Unternehmen Loterie Romande in Lausanne, während das Tessin und die deutsche Schweiz von Basel aus durch Swisslotto beglückt werden. Das führt dazu, dass welsche Spielerinnen und Spieler nicht mit der Kampagne «Niemand macht mehr Millionäre als wir» aus dem Hause Contexta beworben werden. Nach einem im Juni 2004 veranstalteten Wettbewerb hat die Loterie Romande beschlossen, ihr Werbebudget für Swisslotto in der welschen Schweiz der Genfer Agentur Rive Gauche TBWA anzuvertrauen. Das Unternehmen beschäftigt zehn Leute und arbeitet zum Beispiel auch für Valser Wasser.
Kampagne geht neue Wege
Mit einem Budget von insgesamt 3,8 Millionen Franken – in der Westschweiz eine Seltenheit – leisten sich die Glücksbringer von der Loterie nun eine fantasiegeladene Imagekampagne mit viel Humor, die neue Wege geht.
In Zusammenarbeit mit dem Produzenten Thierry Bourdeille von Le Studio in Genf sowie Pierre Coffin, dem Pariser Papst des Synthese-trickfilms, hat Rive Gauche «die Kommunikationsregeln der Loterie revolutioniert», wie CD Alphonse Garcia meint. Statt zu zeigen, was man mit einem Millionengewinn alles machen könnte, hat Rive Gauche «dem Produkt Leben eingehaucht». Die Kugeln sind in dreidimensionale Wesen verwandelt worden, die in einem hyperrealistischen Dekor nur darauf warten, die Menschen endlich glücklich machen zu können.
Angesichts der zusätzlichen Konkurrenz durch Euro Millions soll die neue Kampagne das Sympathiekapital von Swisslotto aufstocken. «Wenn jemand wie kürzlich im Wallis mit Euro Millions 99 Millionen Franken gewinnen kann, wirkt es nicht mehr so umwerfend, wenn ich von einem normalen Lottogewinn im besten Fall zwei Lamborghini kaufen kann», erklärt Garcia seinen neuen Ansatz. Nicht mehr die Millionen, sondern mehr eine grundsätzliche Spielfreude soll in der neuen Kampagne beworben werden.
Gezeigt wird das mit verschiedenen Szenen aus dem fiktiven Leben der Glückskugeln. Ein Hund heisst Joker und will jeden Mittwoch und jeden Samstag Gassi gehen. Im Spital hat eine Kugel drei Richtige zur Welt gebracht. Wären es Sechslinge gewesen, hätte es zum Jackpot gereicht. Und in einer Familienszene pochen die halbwüchsigen Kugeln auf ihr Recht, dass sie am Samstag «sortir» können – auf gut Deutsch, dass sie Ausgang haben.
Die Kampagne wird das ganze Jahr hindurch laufen. Das Programm umfasst vier TV-Spots, Kinospots, Plakate, Zeitungs- und Zeitschrifteninserate sowie POS-Material in den Kiosken. Ob die Sujets später auch in der deutschen Schweiz zum Einsatz kommen, ist gemäss Garcia «noch offen».
Andersrum: Statt Gewinn oder Gewinner zu zeigen, rückt die Kampagne das Lotto selber ins Blickfeld.
Nur Drillinge: Mit sechs Kugeln hätte es zum Jackpot gereicht, suggeriert der Lotto-Spot.
Ihr Millionen kommet: Rive Gauche TBWA wirbt nicht mit Gewinn und Gewinnern für die Loterie Romande, sondern lässt die Glückskugeln selber für (Vermögens-)zuwachs sorgen. >> Seite 9
Andreas Panzeri
Im Zahlenlotto von Swisslotto gewinnen in der ganzen Schweiz jeweils die gleichen sechs Zahlen. Auch der Jackpot ist von Romanshorn bis Genf der gleiche. Organisiert wird das Glücksspiel in der welschen Schweiz aber vom eigenständigen Unternehmen Loterie Romande in Lausanne, während das Tessin und die deutsche Schweiz von Basel aus durch Swisslotto beglückt werden. Das führt dazu, dass welsche Spielerinnen und Spieler nicht mit der Kampagne «Niemand macht mehr Millionäre als wir» aus dem Hause Contexta beworben werden. Nach einem im Juni 2004 veranstalteten Wettbewerb hat die Loterie Romande beschlossen, ihr Werbebudget für Swisslotto in der welschen Schweiz der Genfer Agentur Rive Gauche TBWA anzuvertrauen. Das Unternehmen beschäftigt zehn Leute und arbeitet zum Beispiel auch für Valser Wasser.
Kampagne geht neue Wege
Mit einem Budget von insgesamt 3,8 Millionen Franken – in der Westschweiz eine Seltenheit – leisten sich die Glücksbringer von der Loterie nun eine fantasiegeladene Imagekampagne mit viel Humor, die neue Wege geht.
In Zusammenarbeit mit dem Produzenten Thierry Bourdeille von Le Studio in Genf sowie Pierre Coffin, dem Pariser Papst des Synthese-trickfilms, hat Rive Gauche «die Kommunikationsregeln der Loterie revolutioniert», wie CD Alphonse Garcia meint. Statt zu zeigen, was man mit einem Millionengewinn alles machen könnte, hat Rive Gauche «dem Produkt Leben eingehaucht». Die Kugeln sind in dreidimensionale Wesen verwandelt worden, die in einem hyperrealistischen Dekor nur darauf warten, die Menschen endlich glücklich machen zu können.
Angesichts der zusätzlichen Konkurrenz durch Euro Millions soll die neue Kampagne das Sympathiekapital von Swisslotto aufstocken. «Wenn jemand wie kürzlich im Wallis mit Euro Millions 99 Millionen Franken gewinnen kann, wirkt es nicht mehr so umwerfend, wenn ich von einem normalen Lottogewinn im besten Fall zwei Lamborghini kaufen kann», erklärt Garcia seinen neuen Ansatz. Nicht mehr die Millionen, sondern mehr eine grundsätzliche Spielfreude soll in der neuen Kampagne beworben werden.
Gezeigt wird das mit verschiedenen Szenen aus dem fiktiven Leben der Glückskugeln. Ein Hund heisst Joker und will jeden Mittwoch und jeden Samstag Gassi gehen. Im Spital hat eine Kugel drei Richtige zur Welt gebracht. Wären es Sechslinge gewesen, hätte es zum Jackpot gereicht. Und in einer Familienszene pochen die halbwüchsigen Kugeln auf ihr Recht, dass sie am Samstag «sortir» können – auf gut Deutsch, dass sie Ausgang haben.
Die Kampagne wird das ganze Jahr hindurch laufen. Das Programm umfasst vier TV-Spots, Kinospots, Plakate, Zeitungs- und Zeitschrifteninserate sowie POS-Material in den Kiosken. Ob die Sujets später auch in der deutschen Schweiz zum Einsatz kommen, ist gemäss Garcia «noch offen».
Andersrum: Statt Gewinn oder Gewinner zu zeigen, rückt die Kampagne das Lotto selber ins Blickfeld.
Nur Drillinge: Mit sechs Kugeln hätte es zum Jackpot gereicht, suggeriert der Lotto-Spot.
Ihr Millionen kommet: Rive Gauche TBWA wirbt nicht mit Gewinn und Gewinnern für die Loterie Romande, sondern lässt die Glückskugeln selber für (Vermögens-)zuwachs sorgen. >> Seite 9
Andreas Panzeri
