Radio spürt Sommerflaute

Werbemarkt TV und Internet starteten gut ins zweite Halbjahr, wie der GEMI zeigt. Einen unerwarteten Taucher machte allerdings die Radiowerbung.

Werbemarkt TV und Internet starteten gut ins zweite Halbjahr, wie der GEMI zeigt. Einen unerwarteten Taucher machte allerdings die Radiowerbung.Die Brutto-Werbeinvestitionen in den elektronischen Medien wurden im Juli weiter erhöht. Der Goldbach Electronic Media Index (GEMI) zeigt für TV, Radio, Internet und Teletext zusammen einen Anstieg von 312 auf 314 Punkte.Seit Januar 2005 ist der Index bei den elektronischen Medien insgesamt um 13 Punkte gestiegen. Im Vergleich zum Gesamtwerbemarkt ist ein deutlicher Zuwachs festzustellen. Der Index des Gesamtwerbemarktes hat seit Anfang Jahr lediglich um 3 Punkte zugenommen und blieb im Juli unverändert auf 164 Punkten.
Die Radiowerbung verbuchte im Juli zum ersten Mal seit langem einen Rückgang, von 273 auf 271 Punkte. Seit Januar 2004 hatte sie konstant zugenommen und sich im bisherigen Jahresverlauf als wachstumsstärkste Gattung präsentiert. Umso erstaunlicher ist deshalb der Verlust um 2 Indexpunkte.
Internet zieht anAuch der Teletext muss einen Verlust hinnehmen. Sein Index ist von 197 auf 196 gesunken. Das Fernsehen legte dafür im Sommermonat Juli überraschend um 3 Punkte auf 315 zu. Aber auch die Internetwerbung vermochte die etwas flachere Wachstumsphase der Vorsommer-monate hinter sich zu lassen. So konnte es mit einer Steigerung um
2 auf 160 Punkte wieder eine viel versprechende Leistung erzielen.
Der GEMI wird vom Werbevermarkter Goldbach Media ermittelt. Er zeigt monatlich die Entwicklung der Werbeausgaben in den elektronischen Medien und im Gesamtmarkt seit der Einführung des ersten TV-Werbefensters 1993. Der Index beruht zu 100 Prozent auf den monatlich erfassten und aufgeschalteten Media-Focus-Daten. In einem zweistufigen Verfahren wird die monatliche Saisonalität aus den Zeitreihen herausgefiltert.
Rona Grünenfelder

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