Dafür steht Edi 05
Gastkommentar Jeder einzelne Edi ist ein Zeichen gegen eine Entwicklung, die einheimisches Auftragsfilmschaffen immer mehr verhindert. Davon ist Andres Brütsch überzeugt.
Gastkommentar Jeder einzelne Edi ist ein
Zeichen gegen eine Entwicklung, die einheimisches Auftragsfilmschaffen
immer mehr verhindert. Davon ist Andres Brütsch überzeugt.Spätestens in seinem sechsten Jahr hat es der Edi zu einer
unbestrittenen Position geschafft. Die Statuetten werden mit Stolz
in den Konferenzzimmern der Auftraggeber, Werbeagenturen und
Filmproduktionen aufgestellt. Doch was zeichnet diesen Edi eigentlich
aus?
Zwei von der Swissfilm Association ernannte und vom Bundesamt für Kultur bestätigte Jurys bestimmen die Preisträger. Der Edi ist
also eine Auszeichnung des Departement des Innern.
Das Bundesamt für Kultur würdigt damit nicht nur einzelne
Filmschaffende, sondern einen wichtigen Bereich der Filmbranche – den
Auftrags- und Werbefilm. Ohne diesen gäbe es in der Schweiz kaum mehr
eine funktionierende filmische Infrastruktur. Viele Filmtechniker
sammeln nicht nur wertvolle Erfahrungen in diesem Bereich, sie sind
auch wirtschaftlich auf ihn angewiesen. Jungen Autoren und Regisseuren
bietet das Feld des Auftragsfilms ein geradezu ideales Sprungbrett.
Filmtechnische Betriebe wie Labors, Postproduktionen, Tonstudios können
technisch nur auf dem neuesten Stand bleiben, weil sie ihr Equipment
dank der kommerziellen Filmbranche rechtzeitig amortisieren können. Die
Schweizer Filmbranche hat auch begriffen, dass nur ein respektvolles
Zusammenarbeiten aller Bereiche – also von Spielfilm und Auftragsfilm –
Sinn macht.
Der freie Film hat in unserem Land in den letzten zwei Jahren einen
eigentlichen Boom erlebt. Er ist bei Insidern, aber auch in der breiten
Öffentlichkeit im Gespräch und hat Erfolg, auch im Ausland.
Interessanterweise zeichnet sich aber im Auftragsfilm – insbesondere in
der Werbespot-Produktion – eine andere Tendenz ab. Mehr und mehr
Produktionsgeld fliesst ins Ausland und gefährdet somit das
einheimische Filmschaffen.
Aber der Edi beweist es: In der Schweiz gibt es gute «Macher».
Der Edi will dazu beitragen, dass Auftraggeber zur Kenntnis
nehmen, dass qualifizierte Leute nicht in erster Linie im Ausland
gesucht werden sollen, sondern zuerst am Produktionsstandort Schweiz.
Warum zum Beispiel lassen zwei Detailhandelsunternehmen, die selber jeden
Franken im Inland generieren, ihre Werbefilme praktisch unter
Ausschluss der einheimischen Branche herstellen? Die Swisssfilm
Association setzt sich ein für ein professionelles
Auftragsfilmschaffen. Dabei zeigt sie sich nicht protektionistisch –
die Zusammenarbeit mit dem Ausland ist selbstverständlich und oft
angezeigt.
Gegen eine Entwicklung, die einheimisches Auftragsfilmschaffen aber
immer mehr verhindert, wehrt sich die Swissfilm Association und dagegen
stemmt sich auch jeder einzelne Edi.
Zeichen gegen eine Entwicklung, die einheimisches Auftragsfilmschaffen
immer mehr verhindert. Davon ist Andres Brütsch überzeugt.Spätestens in seinem sechsten Jahr hat es der Edi zu einer
unbestrittenen Position geschafft. Die Statuetten werden mit Stolz
in den Konferenzzimmern der Auftraggeber, Werbeagenturen und
Filmproduktionen aufgestellt. Doch was zeichnet diesen Edi eigentlich
aus?
Zwei von der Swissfilm Association ernannte und vom Bundesamt für Kultur bestätigte Jurys bestimmen die Preisträger. Der Edi ist
also eine Auszeichnung des Departement des Innern.
Das Bundesamt für Kultur würdigt damit nicht nur einzelne
Filmschaffende, sondern einen wichtigen Bereich der Filmbranche – den
Auftrags- und Werbefilm. Ohne diesen gäbe es in der Schweiz kaum mehr
eine funktionierende filmische Infrastruktur. Viele Filmtechniker
sammeln nicht nur wertvolle Erfahrungen in diesem Bereich, sie sind
auch wirtschaftlich auf ihn angewiesen. Jungen Autoren und Regisseuren
bietet das Feld des Auftragsfilms ein geradezu ideales Sprungbrett.
Filmtechnische Betriebe wie Labors, Postproduktionen, Tonstudios können
technisch nur auf dem neuesten Stand bleiben, weil sie ihr Equipment
dank der kommerziellen Filmbranche rechtzeitig amortisieren können. Die
Schweizer Filmbranche hat auch begriffen, dass nur ein respektvolles
Zusammenarbeiten aller Bereiche – also von Spielfilm und Auftragsfilm –
Sinn macht.
Der freie Film hat in unserem Land in den letzten zwei Jahren einen
eigentlichen Boom erlebt. Er ist bei Insidern, aber auch in der breiten
Öffentlichkeit im Gespräch und hat Erfolg, auch im Ausland.
Interessanterweise zeichnet sich aber im Auftragsfilm – insbesondere in
der Werbespot-Produktion – eine andere Tendenz ab. Mehr und mehr
Produktionsgeld fliesst ins Ausland und gefährdet somit das
einheimische Filmschaffen.
Aber der Edi beweist es: In der Schweiz gibt es gute «Macher».
Der Edi will dazu beitragen, dass Auftraggeber zur Kenntnis
nehmen, dass qualifizierte Leute nicht in erster Linie im Ausland
gesucht werden sollen, sondern zuerst am Produktionsstandort Schweiz.
Warum zum Beispiel lassen zwei Detailhandelsunternehmen, die selber jeden
Franken im Inland generieren, ihre Werbefilme praktisch unter
Ausschluss der einheimischen Branche herstellen? Die Swisssfilm
Association setzt sich ein für ein professionelles
Auftragsfilmschaffen. Dabei zeigt sie sich nicht protektionistisch –
die Zusammenarbeit mit dem Ausland ist selbstverständlich und oft
angezeigt.
Gegen eine Entwicklung, die einheimisches Auftragsfilmschaffen aber
immer mehr verhindert, wehrt sich die Swissfilm Association und dagegen
stemmt sich auch jeder einzelne Edi.
Andres Brütsch ist Präsident der Swissfilm Association.
