NZZ Kunstausgabe: Steiger und Schwartz im Dialog
Malerei trifft auf Fotografie: Rebekka Steiger und Daniel Schwartz gestalten gemeinsam die NZZ Kunstausgabe vom 5. September 2026 – und eröffnen dabei neue Perspektiven zwischen Imagination und dokumentierter Wirklichkeit.

NZZ Kunstausgabe: Wenn Malerei und Fotografie aufeinandertreffen
Am Samstag, 5. September 2026, erscheint die NZZ Kunstausgabe der «Neuen Zürcher Zeitung» mit einem ungewöhnlichen Doppel: Die Malerin Rebekka Steiger und der Fotograf Daniel Schwartz gestalten die Ausgabe gemeinsam – und treten dabei in einen spannungsreichen künstlerischen Dialog. Zwei grundverschiedene Kunstauffassungen treffen aufeinander und fügen sich zu einer Gesamtkomposition, die weit mehr als die Summe ihrer Teile ist.
Rebekka Steiger arbeitet mit mythischen Formen und poetischen Farben und folgt dabei ihrer Intuition. Daniel Schwartz hingegen nähert sich seinen Motiven dokumentarisch und versteht die Fotografie zunächst als Handwerk. Diese unterschiedlichen Zugänge sind es, die den besonderen Reiz der Zusammenarbeit ausmachen. «Die Fotografie bildet eine Realität ab, während die Malerei ein Bild aus der Phantasie erschafft. Das ergibt einen Dialog», sagt Schwartz im NZZ-Interview mit Roman Bucheli. Steiger ergänzt: «Wir ringen um Aufmerksamkeit. Jedoch nicht in der Absicht, uns gegenseitig zu verdrängen, vielmehr entsteht an den Rändern der Bilder eine Spannung.»
Dreissig Träume und fünf Gletscher
Exklusiv für die NZZ hat Rebekka Steiger die Serie «Dreams» geschaffen, bestehend aus dreissig kleinformatigen Malereien. Jedes Bild steht für sich allein. Zugleich fügt sich die Serie als Gruppe zu einer sorgsam aufgebauten Gesamtkomposition, in der Tiere, Landschaften und menschliche Figuren auftauchen und sich wieder auflösen.
Daniel Schwartz hat für die NZZ-Edition «theatrum Alpinum» fünf Gletschermotive aus seinem weltweit angelegten Langzeitprojekt «While the Fires Burn. A Glacier Odyssey» ausgewählt. Für die Edition wurden die Motive erstmals als Photogravuren ausgeführt. Das Doppelinterview von Roman Bucheli ergänzt die Ausgabe inhaltlich und gibt den beiden Kunstschaffenden Raum, ihre Perspektiven zu erläutern.
Ausstellung in der Galerie Urs Meile in Zürich
Vom 4. bis 7. September 2026 präsentiert die Galerie Urs Meile in Zürich Unikate und Editionen von Rebekka Steiger und Daniel Schwartz. Die Ausstellung «I rode to meet you» lädt dazu ein, die Werke vor Ort zu entdecken. Ab dem 10. September 2026 sind Steigers Werke in derselben Galerie weiterhin ausgestellt.
Rebekka Steiger und Daniel Schwartz
Rebekka Steiger, geboren 1993 in Zürich, schloss 2016 ihr Kunststudium an der Hochschule Luzern ab. In ihren grossformatigen Gemälden verbindet sie mit expressivem Gestus abstrakte und figurative Malerei. Prägend für ihr Schaffen waren Atelieraufenthalte in Peking (2018) und Vietnam (2022). Ihr Werk wurde unter anderem im Kunstmuseum Thun gezeigt, wo 2025 die Ausstellung «Bīngfēng» stattfand; begleitend erschien beim Verlag Hatje Cantz eine Monografie.
Daniel Schwartz, geboren 1955 in Olten, schloss 1980 die Fotoklasse der Kunstgewerbeschule Zürich (heute ZHdK) ab. 1987 und 1988 dokumentierte er die Grosse Mauer Chinas, seit den 1990er-Jahren Umwelt und Konflikte in den Deltas Asiens, in Zentralasien sowie in Afghanistan. Grosse Reportagen wurden in der Kulturzeitschrift «Du» und in der «Neuen Zürcher Zeitung» veröffentlicht. 2010 erhielt er den Kulturpreis des Kantons Zürich, 2019 den Kunstpreis des Kantons Solothurn.
Weitere Informationen zu den Werken und den Kunstschaffenden sind auf der Website von NZZ Art verfügbar: https://www.nzz.ch/nzz-art
