ADC Change Delivered Award: Kreativität muss Wirkung beweisen

Der ADC Switzerland lanciert den ADC Change Delivered Award – einen Sonderpreis, der nur vergeben wird, wenn Kreativität nachweislich sozialen oder ökologischen Impact erzielt hat. Einreichungen sind bis zum 31. Mai 2026 möglich.

ADC Switzerland vergibt den neuen CDA Award. Quelle: zvg

Der ADC Switzerland benennt seinen bisherigen ESG Award um und schärft gleichzeitig die Mechanik: Der neue ADC Change Delivered Award – kurz ADC CDA – prämiert ausschliesslich Cases, die einen messbaren sozialen oder ökologischen Impact nachweisen können und bei denen Kreativität diesen Impact ermöglicht, getrieben oder verstärkt hat. Einreichungen sind bis zum 31. Mai 2026 möglich.

Vom ESG Award zum ADC Change Delivered Award

Bereits seit 2023 vergibt der ADC Switzerland einen Sonderpreis für Arbeiten, die ESG-Prinzipien berücksichtigen. Die Teilnahme war jedoch an eine Einreichung in einer anderen ADC Kategorie gekoppelt – was Impact-Cases ausschloss, die keine klassische Werbung sind. Mit dem ADC Change Delivered Award dreht der Verband diese Mechanik um: Bewiesener Impact steht im Vordergrund, verstärkt durch Kreativität. Die Einreichung erfolgt neu eigenständig, ohne Kopplung an eine andere Kategorie. Das öffnet den Preis ausdrücklich für Cases jenseits klassischer Werbung – etwa aus den Bereichen Film, Digital, Design oder anderen Disziplinen.

Der Preis versteht sich nach eigenen Angaben als der härteste Impact-Preis der Schweizer Kreativbranche, denn das Ergebnis ist genau ein Preis – oder keiner.

Zwei Hürden, keine Kompromisse

Das Bewerbungsverfahren für den ADC Change Delivered Award ist in zwei aufeinanderfolgende Stufen gegliedert, die in dieser Reihenfolge nicht verhandelbar sind.

Hürde eins ist faktenbasiert und objektiv bewertbar: Eingereichte Arbeiten müssen einen sozialen oder ökologischen Einfluss nachweisen, der sich messen, belegen und nachprüfen lässt. Eine dreiköpfige Sonderjury prüft diese Impact-Cases und gibt maximal fünf Empfehlungen an die ADC Gold-Jury weiter. Als Nachweise akzeptiert werden unabhängige Messungen, Vorher-Nachher-Daten, Drittpartei-Audits, veröffentlichte Berichte, verifizierbare KPIs sowie Medienbelege mit Faktencheck. Nicht akzeptiert werden eigene Schätzungen ohne Methodik, reine Reichweitenzahlen, Awareness-Metriken ohne Verhaltensänderung sowie Absichten und Versprechen.

Hürde zwei ist kreativ-professionell subjektiv bewertbar: Die ADC Gold-Jury bewertet ausschliesslich, ob Kreativität den nachgewiesenen Impact massgeblich getrieben oder verstärkt hat. Sie vergibt genau einen Preis – oder keinen.

Die Sonderjury für den ADC Change Delivered Award

Die Sonderjury besteht aus drei Personen mit unterschiedlichem Sachverstand: Nina Bieli, Präsidentin des Vereins Gislerprotokoll, fokussiert auf sozialen Impact sowie Fragen zu Diversität, Repräsentation und Stereotypen in der Kommunikation. Dr. Günther Dobrauz-Saldapenna bringt Expertise in Kreislaufwirtschaft, Nachhaltigkeit und exponentiellen Technologien sowie eine Investmentperspektive auf Impact mit. Daniel Krieg, Brand- und Business-Stratege sowie Gründer und CEO von KSP, schlägt die Brücke zwischen Kreativlogik und Wirkungslogik.

Die Jury legt dabei Wert auf Tiefe statt Breite: Ein Case kann in einer oder beiden Dimensionen – People oder Planet – Impact nachweisen, wobei die Tiefe der Wirkung entscheidend ist.

So läuft die Einreichung ab

Wer einen Case einreichen möchte, übermittelt diesen schriftlich als PDF mit einem Kurzbeschrieb und den dazugehörigen Belegen – Kennzahlen, Mehrwert, Umfragen oder andere nachweisbare Dokumente. Zudem soll eine Kontaktperson für Rückfragen angegeben werden. Die Einreichung erfolgt per E-Mail an [email protected] und ist für diesen Sonderpreis gratis. Einsendeschluss ist der 31. Mai 2026.

Weitere Informationen zum ADC Change Delivered Award finden sich auf der Website des ADC Switzerland: https://www.adc.ch

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