Swiss Cyber Security Days 2026: Digitale Souveränität als strategische Notwendigkeit
Am 17. und 18. Februar 2026 wird Bern zum Schauplatz der entscheidenden Debatte über Europas digitale Zukunft. Die Swiss Cyber Security Days vereinen unter dem Motto «Digital Sovereignty – The New Frontier» nationale und internationale Expertinnen und Experten, um Antworten auf die dringlichsten Fragen zu Sicherheit, Freiheit und Selbstbestimmung im digitalen Raum zu finden.

Der Auftritt der Vereinigten Staaten von Amerika am World Economic Forum 2026 war ein unmissverständliches Signal: Souveränität, auch und gerade im digitalen Raum, rückt weiter ins Zentrum geopolitischer, wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Machtfragen. In dieser neuen Realität ist Empörung keine Strategie – weder für Europa noch für die Schweiz.
Die Bundeshauptstadt rückt am 17. und 18. Februar 2026 für zwei Tage ins Zentrum dieser Debatte. Unter dem Motto «Digital Sovereignty – The New Frontier» vereinen die Swiss Cyber Security Days nationale und internationale Top-Speakerinnen und -Speaker, um die digitale Zukunft zu verhandeln. Hochkarätig, unbequem und relevant.
Digitale Souveränität ist längst kein abstraktes Schlagwort mehr, sondern eine strategische Notwendigkeit. Wer kontrolliert Daten, Infrastrukturen und Identitäten? Wer setzt Standards, gestaltet Abhängigkeiten oder löst sie auf? Und wie sichern wir Freiheit, Innovationskraft und Sicherheit in einer zunehmend vernetzten, aber fragmentierten Welt?
Führende Köpfe aus Politik, Technologie und Wissenschaft
Wenn digitale Souveränität, Sicherheit und geopolitische Realität aufeinandertreffen, entsteht ein inspirierender Dialog von internationaler Tragweite. Auf der Bühne kommen führende Köpfe aus Politik, Technologie, Behörden, Wissenschaft und internationalen Organisationen zusammen, um Antworten auf die zentralen strategischen Fragen der digitalen Zukunft Europas und der Schweiz zu liefern.
Zu den Speakerinnen und Speakern der SCSD 2026 zählen Florian Schütz, Direktor des Bundesamts für Cybersicherheit BACS, zu Cyberresilienz und staatlichen Schutzmechanismen, Dr. Cristina Caffarra von Eurostack zur europäischen digitalen Unabhängigkeit und strategischen Autonomie sowie Frank Karlitschek von Nextcloud zu Open-Source-Anwendungen und souveränen digitalen Infrastrukturen für Regierungen und Behörden. Dr. Jean-Marc Rickli vom GCSP spricht zu geopolitischen Machtverschiebungen im digitalen Zeitalter, während Prof. Dr. Dr. Oliver Hoffmann zu menschlichem Geist, mentaler Ökonomie und Resilienz im Cyberspace referiert.
Prof. Dr. Touradj Ebrahimi von der EPFL beleuchtet die Bedeutung von Standards für technologische Souveränität, José Neves vom Aerospace & Defense Cluster Portugal behandelt die Rolle von Industrieclustern in der europäischen Innovations- und Sicherheitsarchitektur. Bruno Giussani, langjähriger European Director von TED, widmet sich Technologie, gesellschaftlicher Verantwortung und globalem Diskurs. Nathalie Gratzer von der Nato spricht zu internationalen Sicherheitsarchitekturen, Pavlina Pavlova von den United Nations zu globaler Cyberkriminalität und multilateralen Gegenstrategien.
Ergänzt wird das Programm durch Beiträge von Fedpol, dem Bundesamt für Justiz und Google zu E-Identitäten, der Cyber Division des FBI sowie weiteren internationalen Organisationen von zentraler sicherheitspolitischer Bedeutung. Zukunftsthemen wie Post-Quantum-Kryptografie und KI-Sicherheit runden das Programm ab und machen deutlich, welche technologischen Weichen heute gestellt werden müssen, um handlungsfähig zu bleiben.
Von der Strategie zur Umsetzung
Den Übergang von strategischer Einordnung zu konkreter Umsetzung ermöglichen die zwei kuratierten Best Practice Stages. In praxisnahen Erfahrungsberichten zeigen Unternehmen, Behörden und Lösungsanbieter, wie Cybersecurity-Strategien und -Lösungen im Alltag erfolgreich eingeführt, betrieben und weiterentwickelt werden – von Mitarbeitersensibilisierung über Incident Response bis hin zum Aufbau nachhaltiger Sicherheitsstrukturen.
Die Inhalte richten sich sowohl an Fach- und Führungskräfte aus Mittelstand und Grossunternehmen als auch an KMU, Behörden und Anwenderorganisationen. In der neuen KMU-Zone werden mit der Hochschule Luzern HSLU zusätzlich vertiefende Workshops zu KMU-relevanten Themen angeboten. Damit ergänzen die Best Practice Stages und die Workshops der KMU-Zone das strategische Konferenzprogramm um das entscheidende Element: Umsetzungswissen aus der Praxis.
Insgesamt präsentieren an den diesjährigen Swiss Cyber Security Days rund 100 Ausstellende ihre Produkte, Dienstleistungen und Innovationen.
Führende Plattform für Cybersicherheit
Die SCSD ist die führende Plattform der Schweiz für Dialog und Know-how im Bereich Sicherheit. Sie bietet Politik, Verwaltung, Fachleuten und Anwendern Einblicke in aktuelle und zukünftige Bedrohungen sowie innovative Lösungen. Nationale und internationale Akteure nutzen die Plattform für Austausch, Inspiration und Treffen mit führenden Sicherheitsexpertinnen und -experten. Die siebte SCSD findet am 17. und 18. Februar 2026 auf dem Bernexpo-Areal in Bern statt.
Swiss Cyber Security Days ist ein Joint-Venture-Projekt von Bernexpo und Swiss Cyber – The Agency. Präsident der SCSD ist Nationalrat Nik Gugger. Tickets für die SCSD 2026 sind hier erhältlich.
