Betty Bossi und ZHAW machen Umweltverträglichkeit von Rezepten sichtbar
Betty Bossi lanciert mit der ZHAW das Bewertungssystem «Green Betty», das die Umweltverträglichkeit von Rezepten auf einer 5-Punkte-Skala sichtbar macht. Rund 3’000 Rezepte auf bettybossi.ch wurden bereits nach ihrer Gesamtumweltbelastung bewertet. Die wissenschaftlich fundierte Skala soll umweltfreundliches Kochen im Alltag einfacher machen.

Betty Bossi setzt als erstes Unternehmen in der Schweiz eine wissenschaftlich fundierte Skala für die Umweltverträglichkeit von Rezepten ein. Das innovative Bewertungsmodell wurde gemeinsam mit der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) auf Basis des anerkannten Menü-Nachhaltigkeits-Index entwickelt. Für rund 3’000 Rezepte auf bettybossi.ch wurde die Gesamtumweltbelastung anhand der Ökobilanz automatisiert berechnet und mit einer Skala ausgezeichnet.
Bewusste Essenswahl dank einfacher Orientierung
Mit der Skala erhalten Nutzer:innen eine einfach verständliche Orientierung und können ihre Essenswahl bewusster gestalten. Sie erkennen, wie alltagstauglich und attraktiv eine umweltfreundliche Ernährung ist. Green Betty hat das Potenzial, das Kochverhalten in der Schweiz wirksam zu verändern und einen Einfluss auf die Umwelt auszuüben. Die Ernährung verursacht mehr als einen Viertel der persönlichen Umweltbelastung, und jeden Monat verzeichnet die Betty Bossi Website 4,8 Millionen Besuche.
Betty Bossi entwickelt diese Initiative laufend weiter, damit das Angebot an umweltfreundlichen Rezepten stetig wächst. Zudem nutzt die hausinterne Rezeptredaktion das neue Bewertungsmodell, um bereits beim Kreieren von neuen Rezepten die Umweltauswirkung zu berücksichtigen.
Ökobilanz als Grundlage der Bewertung
Die fünfstufige Skala basiert auf den Zutaten und Mengen pro Portion. Gemessen wird die Gesamtumweltbelastung mit der Methode der Ökologischen Knappheit. Diese fasst verschiedene Umweltauswirkungen zusammen, darunter Treibhausgasemissionen, Land- und Wasserverbrauch, Rohstoffknappheit und Energieeinsatz entlang der gesamten Lebensmittelkette. Weiter wird in der Green Betty Skala auch die Saisonalität der Zutaten berücksichtigt; so wird jedes Rezept monatlich neu berechnet und aktualisiert.
Den tiefsten Wert in der Skala haben Rezepte, die weniger umweltverträglich sind als der heutige Durchschnitt pro Mahlzeit in der Schweiz. Den höchsten Wert haben Rezepte, die mit ihren Umweltauswirkungen die planetaren Belastungsgrenzen nicht überschreiten und damit sehr umweltverträglich sind. Die Green Betty Skala macht sichtbar, dass schon kleine Entscheidungen in der Küche eine grosse Wirkung entfalten können.
Wissenschaft trifft auf Alltagspraxis
Die Zusammenarbeit zwischen Betty Bossi und der ZHAW übersetzt wissenschaftliche Erkenntnisse in leicht verständliche und unmittelbar anwendbare Informationen. «Die Skala basiert auf einer umfassenden Bewertung der Umweltauswirkungen, macht komplexe Zusammenhänge verständlich und zeigt auf, wie eine Ernährung innerhalb der planetaren Grenzen im Alltag umgesetzt werden kann», betont Matthias Stucki, Dozent und Leiter der Forschungsgruppe Ökobilanzierung an der ZHAW.
«Mit Green Betty machen wir nachhaltiges Kochen sichtbar und einfach umsetzbar – mit Lust am Ausprobieren und ohne erhobenen Zeigefinger», erklärt Lars Feldmann, Geschäftsführer von Betty Bossi. Green Betty setzt damit einen neuen Standard in der Umweltdeklaration von Rezepten.
