Generationenwechsel in Europa: Wie entwickelt sich die Wirtschaft?
Eine aktuelle Analyse zeigt markante regionale Unterschiede in der Altersverteilung Europas: Während im dänischen Aarhus die Generation Z dominiert, verzeichnet die griechische Region Evrytania den höchsten Anteil an Babyboomern. Diese demografische Entwicklung wird den Einzelhandel nachhaltig beeinflussen.

Ein demografischer Wandel prägt Europa, der weitreichende Folgen für Wirtschaft und Gesellschaft mit sich bringt: Während die Babyboomer aus dem Erwerbsleben ausscheiden, tritt die Generation Z in den Arbeitsmarkt ein, generiert erste Einkommen und gründet Haushalte. Diese Entwicklung zeigt sich regional sehr unterschiedlich ausgeprägt.
Eine aktuelle Analyse von NIQ Geomarketing für 37 europäische Länder offenbart die markanten Unterschiede in der Altersstruktur: Im dänischen Aarhus und der umliegenden Region stellt die Generation Z – also Menschen unter 28 Jahren – mit 26,1 Prozent den höchsten Anteil an der Gesamtbevölkerung. Ein Kontrast dazu findet sich in der mittelgriechischen Region Evrytania, wo die Babyboomer im Alter von 60 Jahren und älter mit 54,0 Prozent die Mehrheit der Einwohner:innen ausmachen.

Diese demografische Generationenkluft wird sich besonders deutlich im Einzelhandel bemerkbar machen. Während die Generation Z neue Konsummuster etabliert und digitale Einkaufswege bevorzugt, verfügen die Babyboomer oft über gefestigte Kaufgewohnheiten und eine höhere Kaufkraft. Für den Einzelhandel bedeutet dies eine besondere Herausforderung: Er muss seine Angebote und Vertriebskanäle an die unterschiedlichen Bedürfnisse und Präferenzen beider Generationen anpassen.
