«Go Offline»: Stuiq entwickelt Kampagne für Kindheit ohne Bildschirm

Kinder brauchen Nähe, Bewegung und echte Begegnungen – keine Bildschirme, keine Ablenkung, keine Dauerbeschallung. Mit der Kampagne «Go Offline – keine digitalen Medien bis 4 Jahre» wollen Zürcher Schulen und Gemeinden gemeinsam mit Stuiq Eltern und Betreuungspersonen zum Umdenken bewegen.

Go Offline Kampagne Sujet
Die Kampagne setzt auf klare Botschaften und starke Bilder (Bild: zvg)

Die aktuelle Swipe-Studie der Universität Basel zeigt: Bereits unter Zweijährige verbringen im Schnitt rund 20 Minuten täglich an Bildschirmen, 2- bis 4-Jährige etwa 38 Minuten und 5- bis 6-Jährige sogar 45 Minuten. Die Tendenz ist klar steigend. Eine europäische Studie der Universität Cambridge bestätigt zudem: Zu viel Bildschirmzeit kann Konzentration, Emotionsregulation und soziale Fähigkeiten beeinträchtigen. Gerade in den ersten Lebensjahren sind Offline-Zeiten entscheidend für eine gesunde Entwicklung.

Genau hier setzt die neue Sensibilisierungskampagne «Go Offline» an. Ihr Ziel: die Gesellschaft positiv wachrütteln. Und das ohne erhobenen Zeigefinger, dafür mit klarer Haltung – Tipps und Freizeitideen inklusive. Gemeinsam mit Zürcher Schulen und Gemeinden hat die Kreativagentur Stuiq die Kampagne von Grund auf entwickelt, kreativ umgesetzt und crossmedial inszeniert.

«Wir stellen fest, dass Kinder vermehrt Defizite bei Sprache, motorischen Fähigkeiten und im sozialen Umgang aufweisen. Das hat sowohl Auswirkungen auf die Familiendynamik wie auch auf den Schulbetrieb. Hier müssen wir ansetzen», bestätigt Patricia Bernet, Primarschulpräsidentin der Stadt Uster. «Die Kampagne meistert den schmalen Grad der Sensibilisierung, ohne zu belehren.»

«Unsere Aufgabe war es, Bewusstsein zu schaffen – nahbar, auf wissenschaftlicher Basis und ohne Schuldgefühle», so Daniel Baumgartner, Projektverantwortlicher bei STUIQ. «Deshalb setzen wir auf klare Botschaften, starke Bilder und eine Aktivierung, die mitten im Alltag stattfindet.»

«Go Offline» sorgt für Sichtbarkeit und setzt ein starkes Zeichen für mehr medienfreie Kindheit. Gleichzeitig lädt die Kampagne weitere Gemeinden ein, Teil der Bewegung zu werden und das Projekt über die Kantonsgrenzen hinweg wachsen zu lassen.


Verantwortlich bei Stadt Uster: Patricia Bernet (Primarschulpräsidentin), Andrea Faeh (Leiterin Kindheit, Jugend und Inklusion), Nicolas Mennel (Fachperson Kommunikation & Öffentlichkeitsarbeit). Agentur und Filmproduktion: Stuiq AG

Mehr Informationen: go-offline-4.ch

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