Kreativwettbewerb bestYET: schäumende Einfälle für belgisches Bier

Am Donnerstag und Freitag findet im Hauptsitz der Brauerei Anheuser-Busch InBev im belgischen Leuven der europäische Kreativwettbewerb Best Yet statt. Neun Zweierteams aus ganz Europa kreieren für den Titel «bestYET – best European Young Team» um die Wette. Die Werbewoche berichtet exklusiv von diesem Anlass.

Binnen der nächsten 24 Stunden müssen 36 junge Kreative aus ganz Europa eine Zeitungskampagne für die Biermarke «Stella Artois» gestalten. Denn in der Werbung zählen nicht nur gute Ideen, sondern auch das Tempo, mit denen man sie aufs Papier bringt.
Bei Recherche und Planung der Kampagne ist der Einsatz des Rechners erlaubt, für die Gestaltung des oder der Sujets darf der Kreativnachwuchs nur Papier, Schere, Kleber und ein paar Stifte verwenden – für die «Generation Mobile» eine echte Herausforderung. Neun Zweierteams wollen beweisen, dass sie das beste europäische Kreativduo unter 29 Jahren sind.

Die Aufgabe

Die Aufgabe, die die Jungkreativen in diesem Jahr lösen müssen, hat es in sich: Sie sollen eine Printkampagne gestalten, die richtig Appetit auf das Lagerbier Stella Artois macht, die Premiummarke der gastgebenden Brauerei. Dabei soll das Bier als Livestylegetränk für die Upper Class positioniert werden.

Anheuser-Busch InBev ist gemessen am Umsatz die grösste Bierbrauerei der Welt. In Leuven werden bekannte Biermarken wie Beck’s, Budweiser, Franziskaner, Leffe und eben Stella Artois produziert. Stella Artois wurde bereits 1366 in der belgischen Brauerei «Den Horen» (deutsch: Das Horn) gebraut. Das Logo des Biers erzählt noch heute von der Geschichte des süffigen Gerstentranks: Das Horn im Logo erinnert an die erste Brauerei, Artois war der Familienname der zweiten Brauergeneration, die die Brauerei führte, und der Wortbestandteil «Stella» verweist darauf, dass das erste Stella Artois ein Weihnachtsbier war. Stella Artois wird in mehr als 80 Länder exportiert.

«Ich freue mich auf überraschende, kreative Ideen», sagte der Marketingleiter von InBev beim Briefing. «Aber vergesst nicht, dass InBev Bier verkaufen muss. Also: Keep it simple.» In der Tat sind schnell funktionierende Hingucker gefragt. Denn ein Printinserat muss den Leser in weniger als zwei Sekunden fesseln, sonst wird es überblättert.

Nun qualmen die Köpfe und Bleistifte der 36 Nachwuchskreativen, die in diesem Jahr zum bestYet angetreten sind:

Die Teilnehmer
Belgien
Team 1: Kristof Goossens & Wout Geysen, Germaine
Team 2: Yannick Pringels & Antoine de Bellefroid, College of Advertising and Design Brüssel
Deutschland
Team 1: Laura Bender & Benita Buchholzer, Heye & Partner München
Team 2: Daniel Hahn & Ivo Berg, University of Graphic Arts Saar
England
Team 1: Cate Anderson, HS&P & Emily Chambers, Crayon
Team 2: Gavin Johnson, BMB & Julia Earthrowl, Grey
Frankreich
Team 1: Emmanuel Guillon & Alban Gallée, TBWA Paris
Team 2: Louis Carpentier & Cédric Hamelin, Young & Rubicam
Kroatien
Team 1: Matea Vuglac, Student at University of Rijeka & Goran Rozic, Creator IT-Agency
Team 2: Andrijana Bosnjak, University of Zagreb & Ivan Bosnjak, Freelance Designer
Niederlande
Team 1: Gijs Sluijters & Joris Tol, FHV/BBDO
Team 2: Vanessa Burgmans & Billy Witbraad, Publicis
Norwegen
Team 1: Tim Oudenstad, Bridgestone & Jörgen H. Band, Prosjektdesign
Team 2: Martine Flatlie & Marte Alstad Hansen, Westerdals School of Communications
Österreich
Team 1: Karoline Kriechbaum & Marco Peis
Team 2: Patrick Tafner & Stefan Ohner
Schweiz
Team 1: Manuel Rohrer, Contexta & Samuel Huber, Student
Team 2: Filip Wolfensberger, Maxomedia & Dominic Zach, Vorbereitung zur Selbstständigkeit
Jedes der teilnehmenden Teams hat in seinem Herkunftsland bereits einen vorgeschalteten Kreativwettbewerb gewonnen und wurde so für die Teilnahme am best YET 2010 ausgewählt. Die beiden Schweizer Teams hatten es bei «Das kann nur ein Inserat» auf den ersten und zweiten Platz geschafft.

Beim bestYet gewinnen lohnt sich: Die Kreation des bestYET-Siegerteams wird in ganz Europa publiziert. Ausserdem dürfen die Sieger für vier Tage zum Cannes-Lions-Werbefestival reisen, das vom 21. bis 26. Juni in der französischen Metropole stattfindet.
Ihre Arbeiten präsentieren die neun Teams Morgen, Freitag, den 7. Mai, auf Englisch der hochkarätig besetzten, internationalen Jury sowie den Medienvertretern der Länder. Die Jurymitglieder dürfen die Teams während ihrer Arbeit beraten und ihnen Tipps zur Umsetzung der Kampagne und zur Präsentation ihrer Ideen geben. Eine Beeinflussung der kreativen Idee ist allerdings verboten.

Die Jury
Belgien: Frank Marinus, Creative Direktor TBWA Brüssel, Vorsitzender der Jury
England: Stef Jones, Inhaber von Big Al’s Creative Emporium
Frankreich: Guillaume Chifflot, Vice President & Head of Creation Leo Burnett Frankreich
Kroatien: Branimir Klaric, Co-Art-Director Vecernji list
Niederlande: Arnout Robbe, Senior Copywriter Publicis
Norwegen: Sindre Veseth Foss, Art Director Ernø Advertising Company
Österreich: Alexander Rabl
Schweiz: Andreas Prokesch, Inhaber von Andreas Prokesch Konzepte & Texte und Präsident des Art Directors Club
Morgen um etwa 19 Uhr werden die Sieger des Kreativwettbewerbs feststehen. Auf twitter.com/Werbewoche und Werbewoche.ch lesen Sie dann, wer die besten Jungkreativen von ganz Europa sind.
Anne-Friederike Wilhelm
Die Schweizer:

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Impressionen aus Leuven:

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