Zu guter Letzt: Journalismus 2.0
Medienschaffende trauen ihm nicht, dem Web. Und sind doch von ihm begeistert - als Rechercheinstrument. Weil aber in der Geschichte der Menschheit noch keine Dissonanz von Dauer war, bahnt sich auch hier ein Wandel an: Zum Journalismus 2.0.
Sie trauen ihm nicht, dem Web. Denn schliesslich ist es in seiner zweiten Ära angekommen, im Zeitalter des Web 2.0. Und hier ist plötzlich jeder beliebige Webnutzer auch für beliebige Inhalte zuständig und der Content gehört allen. Zurecht stehen Journalisten Inhalten wie Entwicklung des Internets skeptisch gegenüber. So skeptisch, dass sie es selbst begeistert nutzen. Einer aktuelle Studie der Universität Wien bringt es an den Tag: 80 Prozent der Journalisten halten das Web für ein ideales Recherchemedium. Das ist interessant, denn dieselbe Studie hat eruiert, dass dieselben Medienvertreter dem Internet wenig Glauben schenken. Sind die Journalisten schizophren geworden? Oder einfach nur kognitiv dissonant?
Ganz einfach, wäre etwa ein Antwortversuch: Wir stehen an der Schwelle nicht nur einer digitalen Medienrevolution, sondern auch einer journalistischen. Denn: Der traditionelle Journalistentyp wird bald verschwinden und einem neuen Platz machen. Besagte Studie leitet aus ihren Ergebnissen drei Journalistentypen ab: Den «selbstbewussten Internetskeptiker» (Typ 1), den «kritischen Internetnutzer» (Typ 2) und den «internetaffinen Allrounder» (Typ 3). Typ 1 ist mit etwas Zweidritteln derzeit noch der vorherrschende Typ. Er betrachtet das Internet als Medium, das traditionelle Recherchemethoden verdrängt und eine Veränderung des Arbeitens und des Berufsbildes bewirkt. Besonders ältere Journalisten gehören diesem Typus an. Typ 2 betont die eigene Funktion des Gatekeepers bzw. Filters. Mittelfristig werde sich aber Typ 3 der internetaffinen Allrounder zur Mehrheit entwickeln.
Heute gehörten vor allen bereits Frauen und junge Medienvertreter bereits diesem Typus an. Auch wenn vor dem Hintergrund des Internetzeitalters 87 Prozent aller Befragten an die Relevanz der Gatekeeper-Rolle glauben und 70 Prozent denken, das die Agenda-Setting-Funktion zugenommen hat, schenkt dieser Typus dem Internet nicht weniger Vertrauen als den traditionellen Medien. Das Fazit: Der Journalismus 2.0 steht vor der Tür.
Ganz einfach, wäre etwa ein Antwortversuch: Wir stehen an der Schwelle nicht nur einer digitalen Medienrevolution, sondern auch einer journalistischen. Denn: Der traditionelle Journalistentyp wird bald verschwinden und einem neuen Platz machen. Besagte Studie leitet aus ihren Ergebnissen drei Journalistentypen ab: Den «selbstbewussten Internetskeptiker» (Typ 1), den «kritischen Internetnutzer» (Typ 2) und den «internetaffinen Allrounder» (Typ 3). Typ 1 ist mit etwas Zweidritteln derzeit noch der vorherrschende Typ. Er betrachtet das Internet als Medium, das traditionelle Recherchemethoden verdrängt und eine Veränderung des Arbeitens und des Berufsbildes bewirkt. Besonders ältere Journalisten gehören diesem Typus an. Typ 2 betont die eigene Funktion des Gatekeepers bzw. Filters. Mittelfristig werde sich aber Typ 3 der internetaffinen Allrounder zur Mehrheit entwickeln.
Heute gehörten vor allen bereits Frauen und junge Medienvertreter bereits diesem Typus an. Auch wenn vor dem Hintergrund des Internetzeitalters 87 Prozent aller Befragten an die Relevanz der Gatekeeper-Rolle glauben und 70 Prozent denken, das die Agenda-Setting-Funktion zugenommen hat, schenkt dieser Typus dem Internet nicht weniger Vertrauen als den traditionellen Medien. Das Fazit: Der Journalismus 2.0 steht vor der Tür.
