Musks KI-Chatbot bekommt Zügel angelegt

Elon Musks KI-Chatbot «Grok» bekommt Zügel angelegt, da er anfangs schockierende Bilder von bekannten Personen generieren liess. So war es am Freitag plötzlich nicht mehr möglich, mit Grok per Text-Befehl Bilder zu erzeugen, die Personen beim Drogenkonsum oder Umgang mit Waffen zeigen.

(Bild: Unsplash.com)

Bis dahin schien es kaum inhaltlliche Einschränkungen zu geben. Andere Angebote zur Bilderzeugung aus Text-Vorgaben wie Dall-E vom ChatGPT-Erfinder OpenAI oder Imagen von Google haben Leitplanken, die so etwas verhindern sollen.

Musk hingegen ist bekannt für seine Abneigung für Einschränkungen, die er als Zensur bezeichnet. Die Leute sollten mit der Software «ein bisschen Spass» haben können, schrieb er am Donnerstag. Weitere Kommentare gab es bislang keine von xAI.

Technologie von deutschem Start-up

Die eigentliche Technologie, mit der die Bilder generiert werden, stammt dabei nicht von xAI, sondern vom deutschen Start-up Black Forrest Labs. Musks Firma greift auf dessen KI-Modell «Flux.1» zurück. Eine eigene Software zur Bilderzeugung werde entwickelt und brauche noch einige Monate, schrieb Musk.

Die bei Grok erzeugten Bilder haben manchmal fotorealistische Qualität, sind dann aber auch oft übertrieben wie Karikaturen. Insbesondere vor der Präsidentenwahl in den USA im November ist die Angst vor KI-Fälschungen gross, die öffentliche Meinung beeinflussen könnten. Viele Programme vermeiden es daher, Bilder mit realen Personen zu generieren.

Firmen fürchten um ihren Ruf auf X

Das Gleiche gilt für urheberrechtlich geschützte Figuren wie etwa Disneys Micky Maus, deren Auftauchen in von KI erzeugten Bildern rechtliche Konsequenzen haben kann. Ausserdem könnte dies die Skepsis grosser Werbekunden gegenüber der Plattform noch verstärken. Viele von ihnen fürchten bereits um den Ruf ihrer Marken und zogen Anzeigen von X ab.

Musk verklagte jüngst deswegen mehrere Unternehmen und eine Organisation der Branche. Er wirft ihnen eine koordinierte Aktion vor, um Anzeigendollar von seiner Plattform fernzuhalten. (SDA/swi)

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