Zu guter Letzt: Dirty Pitches
Der eben angelaufene Event-Pitch für die Feierlichkeiten zur Fussball- EM in Österreich und der Schweiz bringt ein unschönes Phänomen ans Tageslicht: Gratis-Pitches. So lehnt die Uefa Vergütungen für die Präsentationen ab, dennoch gehören ihr die Rechte an den vorgestellten Konzepten, auch wenn die jeweiligen Agenturen leer ausgehen. Nun wird Protest laut.
Der eben angelaufene Event-Pitch für die Feierlichkeiten zur Fussball- EM in Österreich und der Schweiz bringt ein unschönes Phänomen ans Tageslicht: Gratis-Pitches. So lehnt die Uefa Vergütungen für die Präsentationen ab, dennoch gehören ihr die Rechte an den vorgestellten Konzepten, auch wenn die jeweiligen Agenturen leer ausgehen. Nun wird Protest laut.
Wie das Handelsblatt am Donnerstag berichtet, werden Pitches wie jetzt bei der Uefa für die Eventagentur-Branche zum Problem. Im Schnitt gebe eine Eventagentur pro Jahr eine Million Euro für die Beteiligung an Ausschreibungen aus – bei einem durchschnittlichen Umsatz von rund 6,5 Millionen Euro ist das viel. In einem offenen Brief protestiert der Branchenverband Forum Marketing-Eventagenturen gegen die Uefa-Ausschreibung – doch die Angeschriebene rührt sich nicht.
Warum auch. Die stetig wachsende Zahl an Agenturen gibt den Auftraggebern ein Freipass zur Ideenwilderei zum Nulltarif. Markteinsteiger tun alles für einen Auftrag. Sich wehren und eine Entschädigung verlangen, käme einem Forfait gleich. Auch in der Werbebranche sind kostenlose Pitches gang und gäbe. Seriös ist das allerdings nicht, wie Lothar Leonhard, Chef der Werbeagentur Ogilvy & Mather gegenüber dem Handelsblatt bestätigt. Seine Agentur ginge nie in Gratis-Pitches, eine Kostenerstattung – im Schnitt 15 000 Euro – sei angebracht. Diese decke zwar nicht die tatsächlichen Kosten, aber unterstreiche die Ernsthaftigkeit der Ausschreibung. Ausserdem werde dadurch die Zahl der eingeladenen Agenturen automatisch begrenzt – optimal seien fünf Pitch-Teilnehmer. «Ein kostenloser Pitch geht immer auf Kosten der zahlenden Kunden einer Agentur», gibt Leonhard ausserdem zu bedenken.
Wie das Handelsblatt am Donnerstag berichtet, werden Pitches wie jetzt bei der Uefa für die Eventagentur-Branche zum Problem. Im Schnitt gebe eine Eventagentur pro Jahr eine Million Euro für die Beteiligung an Ausschreibungen aus – bei einem durchschnittlichen Umsatz von rund 6,5 Millionen Euro ist das viel. In einem offenen Brief protestiert der Branchenverband Forum Marketing-Eventagenturen gegen die Uefa-Ausschreibung – doch die Angeschriebene rührt sich nicht.
Warum auch. Die stetig wachsende Zahl an Agenturen gibt den Auftraggebern ein Freipass zur Ideenwilderei zum Nulltarif. Markteinsteiger tun alles für einen Auftrag. Sich wehren und eine Entschädigung verlangen, käme einem Forfait gleich. Auch in der Werbebranche sind kostenlose Pitches gang und gäbe. Seriös ist das allerdings nicht, wie Lothar Leonhard, Chef der Werbeagentur Ogilvy & Mather gegenüber dem Handelsblatt bestätigt. Seine Agentur ginge nie in Gratis-Pitches, eine Kostenerstattung – im Schnitt 15 000 Euro – sei angebracht. Diese decke zwar nicht die tatsächlichen Kosten, aber unterstreiche die Ernsthaftigkeit der Ausschreibung. Ausserdem werde dadurch die Zahl der eingeladenen Agenturen automatisch begrenzt – optimal seien fünf Pitch-Teilnehmer. «Ein kostenloser Pitch geht immer auf Kosten der zahlenden Kunden einer Agentur», gibt Leonhard ausserdem zu bedenken.
