Republik will 100’000 Abonnements verkaufen
Das Online-Magazin Republik will bis in fünf Jahren die Anzahl Abonnements auf 100’000 Mitglieder praktisch verdreifachen. Zurzeit sei das Magazin zu stark auf Zürich fokussiert, sagte Verwaltungsratspräsident Michel Huissoud in einem am Freitag publizierten Interview mit Tamedia. Es gebe auch noch andere Kantone. Neben der Schweiz könnte auch Süddeutschland ein Markt sein.

Zuletzt hatte Republik eine Mitgliederzahl von 33’000 Personen anvisiert. Jedoch sank die Zahl der Abonnent:innen. Die Gründe dafür wolle nun anschauen, sagte Huissoud. Die Zahlen steigern wolle er «mit Überzeugung – und indem wir zeigen, dass die Republik notwendig ist». Noch habe er keine Zeit gehabt, eine Strategie auszuarbeiten.
Huissoud übernahm den Posten als Verwaltungsratspräsident im August diesen Jahres (Werbewoche.ch berichtete). «Ich dachte, ich übernehme den Posten, um die finanziellen Probleme der Republik zu lösen», sagte der ehemalige Direktor der Eidgenössischen Finanzkontrolle. Kurz nach seinem Amtsantritt war das Magazin jedoch mit Missbrauchsvorwürfen konfrontiert. Nach dem Abschluss einer Untersuchung sei für ihn der Fall nun abgeschlossen.
Auch operativ kam es zu Wechseln beim Magazin. Oliver Fuchs gab Anfang 2023 die Chefredaktion ab. Bettina Hamilton-Irvine und Daniel Binswanger übernahmen interimistisch. Nach Hamilton-Irvine ist nun auch Binswanger definitiver Co-Chefredaktor des Magazins. Das teilte die Republik in einer Mitteilung vom Freitag mit. (SDA)
