Schweizer Monat mit neuer Strategie ab 2024
Der Schweizer Monat stellt sich ab 2024 neu auf. Dies umfasst eine Website ohne Bezahlschranke, ein viermaljährlich erscheinendes Magazin mit Themenschwerpunkt sowie eine neue Ausrichtung auf Community mit Mitgliedschaft statt Abonnement.

Anstatt im unaufhaltsamen Abwärtstrend der klassischen Medien an Relevanz zu verlieren, will sich der Schweizer Monat proaktiv bereits heute für die Medienwelt von morgen wappnen und nimmt eine Neustrukturierung vor, wie es in einer Mitteilung heisst. Künftig werde ein Geschäftsmodell gefolgt, das «stärker auf der Idee der Gemeinschaft» basiere. Dies, weil Medien zunehmend Gemeinschaftsbildner statt Informationsvermittler seien. Künftig will die Zeitschrift mehr als attraktive Inhalte bieten – nämlich eine «Heimat».
Ziel des Schweizer Monats ist es, Menschen ein Zuhause zu geben und ihnen «Räume des ehrlichen Austauschs» zu bieten, wie es weiter heisst. Das neu vierteljährlich erscheinende Magazin Q – für «Quarterly» – widmet sich in jeder Ausgabe einem Freiheitsthema.
Vom Abo- zum Communitymodell
Der Schweizer Monat wird künftig von einer Community unterstützt. Die neue Mitgliedschaft ersetzt das bisherige Abomodell. Damit soll die publizistische und wirtschaftliche Unabhängigkeit des multimedialen Medienhauses gesichert und allen einen freien Zugang zu den Onlineinhalten ermöglicht werden. Der Schweizer Monat betrachtet «engagierten und fundierten Journalismus als öffentliches Gut, das einen Wert hat».
Die 1921 gegründeten Schweizer Monatshefte wurden 2011 unter dem damaligen Chefredaktor Rene Scheu zum Schweizer Monat. Seit 2019 ist Ronnie Grob Chefredaktor. Die Autorenzeitschrift erörtert die Themen der Zeit in Gesellschaft, Wirtschaft, Politik und Kultur aus freiheitsliebender Sicht. In der Zeitschrift werden Autor:innen wie Mario Vargas Llosa, Timothy Snyder, Yuval Noah Harari, Adolf Muschg, Steven Pinker, Nils Melzer, Chelsea Manning, Ai Weiwei oder Ayaan Hirsi Ali publiziert.
