Zu guter Letzt: Karriereorientierten Männern wird der Spass genommen
Mit einer für sein Segment völlig neuen Strategie steigt das Männermagazin Short List demnächst in den englischen Zeitschriftenmarkt ein. Statt viel nackter Haut und deutlichem Pin-up Charakter wie bei der Konkurrenz von GQ, Esquire und Konsorten, will sich Short List ganz bewusst korrekt und anständig geben.
Mit einer für sein Segment völlig neuen Strategie steigt das Männermagazin Short List demnächst in den englischen Zeitschriftenmarkt ein. Statt viel nackter Haut und deutlichem Pin-up Charakter wie bei der Konkurrenz von GQ, Esquire und Konsorten, will sich Short List ganz bewusst korrekt und anständig geben. «Wir wollen unsere Leser nicht in Verlegenheit bringen», betont der Hauptinvestor Mike Soutar. Nackte Tatsachen und Fluchwörter werden in dem an karrierenorientierte Männer zwischen zwanzig und vierzig gerichteten Magazin konsequent vermieden.Eigenwillig ist auch das Verteilungskonzept: Ähnlich wie die hierzulande erfolgreichen Pendlerzeitungen, soll das brave Männerblatt öffentlich verteilt werden. Wie die New York Times berichtet, orientiert sich das neue Magazin dabei am Erfolg der französischen Zeitschrift Sport, die sich als Pendlerblatt in nur drei Jahren grosse Teile des französischen und englischen Anzeigenmarkts unter den Nagel gerissen hat und deren Auflage bald Millionenstärke erreichen wird.
Ob der Bruch mit der Männermagazin-Tradition der richtige Schritt ist, um in dem arg rückläufigen Marktsegment Erfolg zu haben, darf stark bezweifelt werden.
Für die Werbenden werde entscheidend sein, ob das Heft mit seinem Inhalt die verschenkte Wirkung des Covers wettmachen kann, schreibt die New York Times weiter. Erfahrungsgemäss entscheide dessen Qualität nämlich zu dreissig bis vierzig Prozent über den Erfolg eines Hochglanzmagazins. Was Soutar auf dem Cover von Short List zum Glänzen bringt, will er noch nicht verraten. Und was drinsteht, interessiert wohl keinen.
Ob der Bruch mit der Männermagazin-Tradition der richtige Schritt ist, um in dem arg rückläufigen Marktsegment Erfolg zu haben, darf stark bezweifelt werden.
Für die Werbenden werde entscheidend sein, ob das Heft mit seinem Inhalt die verschenkte Wirkung des Covers wettmachen kann, schreibt die New York Times weiter. Erfahrungsgemäss entscheide dessen Qualität nämlich zu dreissig bis vierzig Prozent über den Erfolg eines Hochglanzmagazins. Was Soutar auf dem Cover von Short List zum Glänzen bringt, will er noch nicht verraten. Und was drinsteht, interessiert wohl keinen.
