Zu guter Letzt: Zermatt auf Thailändisch

Die Globalisierung kann für manche auch mal zur Gegnerin werden – dann nämlich, wenn eine asiatische Firma sich einen Schweizer Gemeindenamen als Internetadresse sichert: Der Nobelkurort Zermatt kann weiterhin nicht mit der Adresse Zermatt.com im Internet um Touristen aus aller Welt werben.

 Die Globalisierung kann für manche auch mal zur Gegnerin werden – dann nämlich, wenn eine asiatische Firma sich einen Schweizer Gemeindenamen als Internetadresse sichert: Der Nobelkurort Zermatt kann weiterhin nicht mit der Adresse Zermatt.com im Internet um Touristen aus aller Welt werben. Nach einem Entscheid der Weltorganisation für geistiges Eigentum (WIPO) bleibt Zermatt die Adresse vorderhand verwehrt. Eigentümerin der Adresse ist damit weiterhin eine thailändische Tourismus-Firma, die in Zermatt geschäftlich stark präsent ist. Sie hatte sich die Domain geschnappt. Dagegen protestierte die Gemeinde und der Tourismus-Verband Zermatt bei der WIPO – doch vergeblich. Offen stehen den Wallisern noch die zivilrechtlichen Wege. Ob sie die beschreiten, ist noch unklar. Als Trost gehört dem Kurort schon die Adresse Zermatt.ch. Die .com-Adresse sei aber weltweit bekannter als die helvetische Endung, sagte Zermatts Gemeindepräsident Christoph Bürgin der SDA. Immerhin wirbt das thailändische Unternehmen auf der Website vor allem für Zermatt – und zwar oberhalb der Gürtellinie.

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