Zu guter Letzt: Die Kraft der einsamen Videobotschaft
Dass die Welt heute tatsächlich ein Dorf ist, dürfte mittlerweile jedem bekannt sein, der weiss, was sich hinter den Worten Skype und Google Earth verbirgt. Dass dieses Dorf jeweils Ende Januar Davos heisst und dann doch nur jenen zugänglich ist, die mindestens 100 Milliarden Dollar pro Jahr erwirtschaften, gehört jedoch weiterhin mit zum Spiel.
Dass die Welt heute tatsächlich ein Dorf ist, dürfte mittlerweile jedem bekannt sein, der weiss, was sich hinter den Worten Skype und Google Earth verbirgt. Dass dieses Dorf jeweils Ende Januar Davos heisst und dann doch nur jenen zugänglich ist, die mindestens 100 Milliarden Dollar pro Jahr erwirtschaften, gehört jedoch weiterhin mit zum Spiel. Allerdings muss sich das der minderbemittelte Teil des globalen Dorfes nicht mehr so ohne weiteres gefallen lassen. «Wir wollen den Mächtigen der Welt die Muskeln von Youtube zeigen», erklärte der Europa-Marketingchef von Youtube gegenüber Pressetext und schaltete im Hinblick auf das nächste Forum mit dem Thema «Die Kraft der gemeinsamen Innovation» einen Kanal frei, mit dem die User mittels eigener Videos in den Kontakt mit den Mächtigen der Welt treten können. Im Rahmen des Projekts «The Davos Question» ist jedermann aufgefordert, in seinem eigenen Kurzfilm Stellung zu nehmen zur Frage: «Was ist das Wichtigste, das Länder, Unternehmen und einzelne Menschen tun sollten, um die Welt im Jahr 2008 besser zu machen?» Die originellsten Videos werden dann in Davos gezeigt und in den Plenarsitzungen des WEF benutzt, um in die Themen einzuführen. Wie beispielsweise User «Headcrap Zombie» auch hinter seiner riesigen Maske erkannt hat, ist ein richtiger Dialog so allerdings nicht möglich. Vielleicht nutzen deshalb viele den Kanal als Experimentierfeld für kabarettistische Einlagen.
