Zu guter Letzt: setzt Xing die Vermarktung um
Anfang 2008 schaltete das Business-Netzwerk Xing Werbung auf den Profilseiten seiner mittlerweile rund vier Millionen Mitglieder auf. Doch obwohl dies bereits Mitte November 2007 angekündigt wurde, hagelte es kurz darauf Proteste von Gratis- und Premium-Benutzern.
Xing, das europaweit grösste Online-Netzwerk für Geschäftskontakte, hat seinen Plan zur Vermarktung der eigenen Web-2.0-Plattform bisher eher etwas holprig umgesetzt. Ab Jahresbeginn schaltete es Werbung auf den Profilseiten seiner mittlerweile rund vier Millionen Mitglieder auf. Doch obwohl Xing dies bereits Mitte November 2007 angekündigt hatte, hagelte es kurz darauf von Gratis- und Premium-Benutzern Proteste. Die verärgerten Rückmeldungen zeigten Wirkung: Bereits vier Tage nach Einführung versprach die Xing-Geschäftsführung, Premium-Benutzer könnten die Werbung abstellen (Opt-out), wenn sie wollten. Nach weiterem Lärm erklärte Xing die Profilseiten von Premium-Mitgliedern dann für generell frei von Werbung.
Das Unternehmen schrieb dazu: «Wir reagieren damit auf das anhaltende Feedback, wonach die Mehrheit unserer Premium-Mitglieder keine Werbung auf ihren Profilseiten für Basis-Mitglieder wünscht. Wir bedauern es sehr, dass wir die Situation falsch eingeschätzt haben. Dafür möchten wir uns bei Ihnen entschuldigen.»
Die erfolgreichen Proteste beruhten wohl vor allem darauf, so ein Kommentator, dass gerade Geschäftskunden ihre «Community» und ihr Profil als eine verlängerte Privatwohnung betrachteten und dort auch so behandelt werden wollten, also kritischer seien, wenn die Werbung an der eigenen Haustür hänge.
