Zu guter Letzt: Das Kreuz mit den englischen Werbesprüchen
«Wer nichts zu sagen hat, sagt es auf Englisch» - so das vernichtende Urteil von Walter Krämer, Verteidiger der Deutschen Sprache, im Interview mit der Sonntagszeitung. Er äussert aber auch Hoffnung an der Anglizismen-Front: In Deutschland sei die Anzahl englischer Werbesprüche zurückgegangen - weil die Leute sie nicht verstehen.
Ein erstaunlicher Befund war in der Sonntagszeitung zu lesen. Das Blatt führte ein Interview mit Walter Krämer, dem Gründer und Vorsteher des Vereins Deutsche Sprache, der sich seit 1997 mit mittlerweile rund 30’000 Mitgliedern für den Erhalt des Deutschen und gegen das Verdrängen durch das Englische einsetzt. Auf die Frage, wie erfolgreich seine Bemühungen gewesen seien, unnötige Anglizismen zu beseitigen, sagte Krämer: «Sehr erfolgreich sind die Bemühungen in der Werbung. Das ist allerdings nicht allein unser Verdienst. Untersuchungen haben gezeigt, dass ein Grossteil der Leute die englischen Slogans gar nicht versteht. Seither sind fast alle neuen Werbesprüche wieder in der Landessprache.» Das ist in Deutschland. In der Schweiz verstehen die Leute das Englische offenbar besser. Go Fiala, go.
