Zu guter Letzt: StudiVZ als StasiVZ verunglimpft
Ein mit einer «Scream»-Maske vermummter Rapper greift auf einem Musikvideo der Marke Eigenbau bei Youtube die Studentenplattform StudiVZ an, weil sie die Benutzerprofile vermarkten will. Gleichzeitig wirbt er für eine Alternative namens Kaioo.de. «Der Krieg hat begonnen, kommt alle zu Kaioo». Bei StudiVZ ist man nicht amüsiert.
Offenbar ist die Wut unter den erbosten StudiVZ-Benutzern wegen den Vermarktungsplänen des StudiVZ-Besitzers Holtzbrinck noch nicht verraucht. Auf Youtube ist ein Video aufgetaucht, auf dem ein unbekannter (und künstlerisch offenbar am Anfang stehender) Rapper im T-Shirt mit «StasiVZ»-Aufdruck Stimmung gegen das Studentenportal macht. Der mit einer «Scream»-Maske vermummte Jugendliche vergleicht die Vermarktung persönlicher Daten und die Preisgabe der Privatsphäre durch StudiVZ mit Stasimethoden. Denen gilt es sich zu entziehen, wie er mantrenhaft immer wieder singt: «Mein Profil, meine Gruppe, meine Fotos, meine Freunde, meine Hobbys, meine Daten sind weg. Meine Gedanken, mein Herz, mein Leben, meine Welt steht nicht mehr im VZ.» Gleichzeitig werben er und die zweite Person im Video für die Alternative Kaioo.de. Kaioo.de ist eine im Entstehen begriffene Netzwerkplattform, die nach eigenen Angaben alle Werbeeinnahmen gemeinnützigen Organisationen spenden will. Wegen Verdacht auf unlautere Werbung überlegt sich StudiVZ nun rechtliche Schritte einzuleiten. «Wir prüfen dies», so ein Sprecher zu Wuv.de. Kaioo-Geschäftsführer Thomas Kreye hingegen beteuert, die Entstehung des Videos habe mit seinem Unternehmen nichts zu tun. Da scheint sich Kreye mit dem StasiVZ-Rapper einig zu sein, wenn dieser singt: «Ehrlisch, so was unterschtütz isch nischt.»
