Zu guter Letzt: Preiswürdiges Kuscheln im Heu

Bauer Jürgen sucht verzweifelt eine Frau. Eine, die auf seinem Hof nach dem Rechten schaut, die Küchenarbeit übernimmt und auch hin und wieder für etwas Abendunterhaltung sorgt.

 Bauer Jürgen sucht verzweifelt eine Frau. Eine, die auf seinem Hof nach dem Rechten schaut, die Küchenarbeit übernimmt und auch hin und wieder für etwas Abendunterhaltung sorgt. Die zwei Frauen, die ihm im Rahmen der rustikalen Romantikshow «Bauer sucht Frau» auf dem deutschen Privatsender RTL vermittelt werden, wollen dann aber plötzlich leider beide nicht mehr. Der 32-jährigen Cornelia ist der schlaksige Jürgen einfach «zu nett». Sie verweist ihn an ihre mollige Konkurrentin Gun-Britt (30 Jahre alt, hatte noch nie eine Beziehung), von der sie weiss, dass sie nur zu gerne eine einwöchige Testphase auf Jürgens Hof absolvieren würde. Jürgen jedoch, ganz Tollpatsch, quittiert die Frauen-Rochade im Beisein aller mit den Worten: «Tja, etwas schlanker wär natürlich schon schöner, ne», und verspielt sich damit auch bei Gun-Britt alle Chancen. Schauspiele wie dieses konnte man in der RTL-Show bis Ende Jahr wöchentlich mitverfolgen. Nun ist die dritte Staffel für den renommierten Grimme-Preis nominiert worden. Eine deutsche Erfindung ist die ländliche Kuppelkiste deswegen noch lange nicht: Bereits vor 25 Jahren führte das Schweizer Fernsehen im Rahmen der Sendung «Bauer sucht Bäuerin» geneigte Landwirtschaftler zusammen. Derzeit strahlt Schweiz Aktuell jeweils montags die Folgen im Rahmen eines Rückblicks nochmals aus. Darin geht es allerdings weitaus zahmer zu als in der deutschen Adaption.

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