Zu guter Letzt: Kleber lässt den Spiegel noch mal sitzen
«Dieses Angebot vom Spiegel nehme ich gerne an». Mit diesem Testimonial wirbt ZDF-Moderator Claus Kleber für das neue Wissensportal des Magazins. Ganz schön selbstironisch von jenem Mann, der mal öffentlich für den Chefposten beim Nachrichtenschwergewicht gehandelt wurde.
«Dieses Angebot vom Spiegel nehme ich gerne an». Mit diesem Testimonial wirbt ZDF-Moderator Claus Kleber für das neue Wissensportal des Magazins. Ganz schön selbstironisch von jenem Mann, der mal öffentlich für den Chefposten beim Nachrichtenschwergewicht gehandelt wurde. Könnte man denken. Doch Halt: Die Übung muss abgebrochen werden, denn das ZDF hat offiziell seine Zustimmung für den Werbeauftritt verweigert. Die Geschichte geht laut FAZ und Süddeutscher Zeitung so: Der Spiegel trat mit seiner Idee an Kleber heran. Der fands ganz witzig, wollte aber noch die Erlaubnis seines Arbeitgebers einholen, der seinen Mitarbeitenden vorschreiben darf, ob und wo sie werben. Das Zweite winkte ab, Kleber «versäumte» aber in der Folge, das Hamburger Nachrichtenblatt darüber zu informieren. Der Spiegel war jedoch bereits ins Zeug geschossen und hatte die Anzeige drucken lassen. Worauf Kleber verlangte, die Werbung müsse umgehend gestoppt werden und als Entschuldigung eine «ansehnliche Summe» an das Journalistenhilfswerk Rory-Peck-Stiftung gehen.
So haben doch alle etwas davon: Verschiedene Medien berichten über den Patzer und hieven damit das Inserat in den redaktionellen Teil. Claus Kleber kann sich nochmals im Glanz der einstigen Anfrage für den Spitzenposten sonnen. Und eine gute Sache erhält eine Spende. Eine Win-Win-Situation, wie sie im Buche steht. Nur die Werbeleute beim Spiegel müssen sich jetzt ganz rasch ein neues Sujet ausdenken.
