Zu guter Letzt: Rorschachtest reloaded
Bilder vom Rorschachtest sind beliebte Sujets in der Werbewelt. Alle paar Jahre taucht wieder ein verschmierter, symmetrischer Tintenklecks in einem Inserat auf. Woran das liegt? Die Werbewoche weiss es.
Die Psychologisierung der Gesellschaft schreitet voran. Die einschlägigen Heftli feiern Hochkonjunktur, Psychotests in der bunten Presse und auf ebenso bunten Websites sind beliebt. Natürlich macht diese Entwicklung auch vor der Werbung nicht halt: Der 1921 von einem Schweizer Psychiater erfundene Rorschachtest zumindest ist ein beliebtes Stilelement in der kommerziellen Kommunikation. Ogilvy Interactive wirbt damit für Alfa Romeo. Der kreative Nachwuchs verwendete das psychologische Diagnosemittel in einer Eingabe für den diesjährigen Wettbewerb «Das kann nur ein Inserat». Und ein Blick in die Werbegeschichte zeigt, dass die unter Psychologen umstrittenen Farbkleckse bereits 2006 in einer Auto-Anzeige zum Zuge kamen: JWT+H+F warb damit für Mazda. Und war damals auch nicht die erste Kreativwerkstatt, die das Motiv für die Werbung verwendete. Woran mag es liegen? Sind die Tintenkleckse so universelle Symbole wie die Herzform, die Freiheitsstatue oder die ägyptischen Pyramiden? Vielleicht liegts auch einfach an all den Studiumsabbrechern in Psychologie, die sich nach geschmissener Unikarriere in den Agenturen tummeln. JWT+H+F für Mazda:
Ogilvy Interactive für Alfa Romeo:
