Zu guter Letzt: Der Preis ist heiss
Der Preiskampf zwischen den beiden grössten Detailhändlern des Landes tobt in den letzten Wochen besonders intensiv. Der orange Riese Migros preist günstige Produkte auf Plakaten an. Coop legte nun nach und gab der Sonntagszeitung «vertieften Einblick» in die Nielsen-Preisstudie.
Der Preiskampf zwischen den beiden Detailhändlern Coop und Migros tobt in den letzten Wochen besonders intensiv. Der orange Riese Migros verspricht auf Plakaten, dass über 300 Produkte nirgendwo günstiger zu haben seien – kein Wunder, die beworbenen Produkte gehören der Eigenmarke M-Budget an, die es tatsächlich nirgends sonst gibt. Coop dagegen wird nicht müde, in Inseraten und der hauseigenen Coopzeitung zu betonen, dass man ja eigentlich gar nicht teurer sei. Nun legte der Konzern nach und gab der Sonntagszeitung vertieften Einblick in jene Studie, die der Marktforscher Nielsen seit Ende letzten Jahres erhebt. Darin werden monatlich die Preise von 2000 Artikeln bei Migros und Coop verglichen. Was die Studie Spektakuläres enthüllt, wird nicht ganz klar – die Sonntagszeitung war aber wohl begeistert: Weil Coop von Billiglinie bis Bio-Sortiment alles biete, sei die Preisdifferenzierung perfekt: Der Detailhändler verlange von jedem Kunden genau den Preis, den er bezahlen wolle. «Das ist gut für Coop, und die Kunden wollen es nicht anders», schliesst die SoZ enthusiastisch. Immerhin rechnet Coop auch damit, dass bis in fünf Jahren der Unterschied gegenüber der Migros in Sachen Preis-Image verschwunden werden sei. Hoffentlich springen für den Konsumenten dabei tatsächlich tiefere Preise heraus – die ganze Werbe- und PR-Schlacht will ja auch bezahlt sein.
