Zu guter Letzt: Der Taco-Killer mit den neun Kugeln
Greg Creed, CEO der Mexican Fast Food-Kette Taco Bell, hatte eine grandiose Werbeidee: Für seine grosse «Why pay more?»-Sommeraktion, bei der bald Menüs für 79, 89 und 99 Cents unter dem hungrigen Volk verjubelt werden sollen, hatte er sich einen ganz speziellen Werbeträger ausgeguckt.
Greg Creed, CEO der Mexican Fast Food-Kette Taco Bell, hatte eine grandiose Werbeidee: Für seine grosse «Why pay more?»-Sommeraktion, bei der bald Menüs für 79, 89 und 99 Cents unter dem hungrigen Volk verjubelt werden sollen, hatte er sich einen ganz speziellen Werbeträger ausgeguckt. Gangsta Rapper 50 Cent sollte nach Creeds Wunsch für einen Tag seinen Namen in 79, 89 oder 99 Cents wechseln. Unter diesem Namen sollte er zu einer Filiale seiner Wahl fahren und am Drive-In eine Bestellung in Rapform aufgeben. Dafür hätte der Wickelbrot-Boss ganze 10’000 Dollar an eine von Fifty zu bestimmende, wohltätige Organisation gespendet. Und zusätzlich wären alle Besucher jener Filiale umsonst verköstigt worden. Nun, eigentlich hatte Creed mit dieser Aktion nur etwas Aufmerksamkeit erregen wollen. Deshalb hatte er statt dem Künstler selbst direkt die Presse informiert. Womit er aber nicht gerechnet hatte, war das Temperament des einst von neun Kugeln durchsiebten Stahlmuskelrappers. Dessen Vertreter sprach von einem «billigen, unausgereiften Werbetrick» und einem «hinterlistigen Angebot». Und Fifty selber sagte sinngemäss: «Wenn meine Anwälte mit ihnen fertig sind, kann man sie vom Taco-Friedhof kratzen.» Da scheint jemand eine ernsthafte Abneigung gegen Fast Food zu haben.
