FC Barcelona beschreitet mit Facebook neue Wege
Der katalanische Spitzenverein hat in Zusammenarbeit mit Facebook ein Abo-Modell entwickelt, das den zahlreichen Barcelona-Fans die Möglichkeit bietet, gegen Bezahlung auf exklusive Inhalte zugreifen zu können.

Für 2,50 Franken pro Monat erhalten zahlungswillige User Zugang zu einer exklusiven Fan-Gruppe. Auf die Interessierten warten digitale Goodies und Inhalte, welche den restlichen Followern vorenthalten werden. Bezahlende Nutzer werden zudem mit dem Klubwappen gekennzeichnet, wenn sie FC-Barcelona-Inhalten Kommentare posten. Ihnen werden exklusive Posts – Fotos, Bildschirmhintergründe, Umfragen, Stickers – eingeblendet und die direkte Interaktion mit den Admins wird ermöglicht.
Die Anhänger erhalten Rabatte auf Merchandise oder Bezahl-Videos. Unter den zahlenden Fans werden regelmässig spezielle Giveaways verlost – beispielsweise Reisen zu den Spielen und Treffen mit den Barca-Stars. Als eine der Hauptattraktionen winken Live-Videos, die von Barça-Verantwortlichen moderiert werden: Watch-Partys, Q&As oder Liveschaltungen aus dem Stadion oder anderen Barcelona-Räumlichkeiten.

Mit dem FC Barcelona hat sich Facebook einen Partner ausgesucht, der nicht nur auf dem Fussballplatz, sondern auch in den sozialen Medien zu den stärksten Vereinen der Welt gehört. Auf Facebook folgen dem aktuellen spanischen Meister über 103 Millionen Menschen – nur Erzrivale Real Madrid toppt diese Marke (108 Millionen). Hinzu kommen 30 Millionen Twitter- und 72 Millionen Instagram-Follower.
Das Abo-Modell hat Facebook Mitte 2018 erstmals getestet. Im Grunde genommen handelt es sich dabei um Facebook-Gruppen, zu denen man nur gegen Bezahlung Zutritt erhält. Ursprünglich legte der Social-Media-Gigant einen von den Admins definierbaren Preis zwischen 3 und 30 Dollar pro Monat fest. Das Beispiel Barcelona zeigt nun, dass auch tiefere Mitgliederbeiträge möglich sind.
Gelauncht hat Facebook das «Facebook Fan Subscriptions»-Modell dann im Frühling 2019. Ähnlich wie beim weit verbreiteten Unterstützungs-System Patreon wird es Seitenbetreibern so möglich, ihre Inhalte zu monetarisieren. Im Gegensatz zu Patreon, welches 5 Prozent der Abo-Einnahmen für sich beansprucht, gönnt sich Facebook mit 1,5 Dollar pro 5 Dollar satte 30 Prozent. Das sorgte für Kritik und Diskussionen.
