MK Live: SAS Analytics Experience 2018
14:30 Die AI-Spezialistin Cristina Conti spricht darüber, wie Artificial Intelligence weiterentwickelt werden kann – und zwar so, dass sie dabei vertrauenswürdig bleibt. In einem Hintergrundgespräch am gestrigen Abend hatten wir bereits Gelegenheit, Cristina Conti danach zu fragen, wie AI das Leben von «normalen Menschen» positiv beeinflusst – und sie erklärte am Beispiel ihrer zweijährigen Tochter, wie Technologie ihren Familienalltag effizienter zu strukturieren hilft.Wir möchten den Vortrag der Expertin nicht umständlich paraphrasieren – und zeigen Ihnen deswegen ein Schaubild, das die Struktur des Vortrags wiedergibt. Sehr informativ, wie wir finden.11:15 Zeit für Customer Cases: Filippo de Vita, Head of Vodafone Analytics, Vodafone Italy und Paul Hemming, Head of Data and Analytics Strategy, RBS erzählen von Herausforderungen ihres Arbeitsalltags und wie Analytics ihnen hilft, diese zu meistern.

10:05 Das kann man nun – zumindest, wenn man sich die verwunderten Gesichter der anwesenden Professionals ansieht – am ehesten unter «interessant» oder «speziell» verbuchen: Der «business philosopher» Anders Indset spaziert im Saal herum, echauffiert sich über Umweltverschmutzung und andere zivilisatorische Probleme und schlägt New-Age-philosophische Lösungen vor. Ist mal eine Abwechslung.

9:45 Einen Schnappschuss von gestern Abend möchten wir Ihnen nicht vorenthalten: Da durften wir nämlich eine exklusive Führung durch das Alfa Romeo-Museum machen. Dieses Auto (oder sollten wir sagen: Kunstwerk?) fiel uns dabei besonders auf.

Tag 2, 9:30 Es geht weiter! Der heutige Mittwoch wird gleich mit einem anspruchsvollen Vortrag eröffnet – der die Zuhörer aber auch immer wieder zum Lachen bringt. Unter dem Titel «Creating Customer Value by Forging Meaning» stellt Professor Robert Verganti die These auf, dass Innovation heute nicht gefährdet sei, weil es zu wenige Ideen gebe – sondern, weil zu viele Ideen kursieren und man quasi «den Wald vor Bäumen nicht sieht».

14:00 Vor dem Mittagessen hatten wir Gelegenheit, ein Gespräch mit einem der Speaker von heute Morgen zu führen: Fabio Sbianchi, dem CEO von Octo Telematics. Das Unternehmen hilft Versicherungsgesellschaften dabei, diverse Daten von Versicherungsnehmern zu sammeln und zu interpretieren. Primär ist die Technologie von Octo Telematics auf KfZ-Versicherungen ausgerichtet, wo sie ein dem Fahrverhalten, dem Aufenthaltsort und dem allgemeinen Kontext angepasstes, individuelles Risk Assessment ermöglicht.


10:40 Man darf der Zukunft nicht mit der Logik der Vergangenheit begegnen – das ist die bottom line von Giles Hutchins, einem Vordenker für die Strukturen von Grossorganisationen. Es sei schädlich, wenn Firmen in der heutigen Zeit noch statische Leadership-Strukturen kommunizieren, denn die tatsächlichen Prozesse in Unternehmen liefen nicht top-down, sondern eher zirkulär ab. Die Organisation der Zukunft müsse als lebender Organismus begriffen werden, in dem einzelne Stakeholder autonome Entscheidungen treffen dürfen.Auf einen Satz gebracht: «Strict and unresponsive hierarchies undermine the success of a company – and the organizational sense of purpose. Allow the system to come alive.»

10:10 Das ist spannend: Gerade spricht Fabio Sbianchi, CEO von Octo Telematics, darüber wie AI-Algorithmen Versicherungen helfen können, ihre Kunden einzuschätzen. Nehmen wir das Beispiel einer Autoversicherung: Aktuell, sagt Sbianchi, kenne diese in der Regel den Namen, das Alter und das Kennzeichen eines Fahrzeughalters. Durch neue Technologie, Tracking-Apps etc. könne die Versicherung ihre Kunden wirklich verstehen – ihr Verhalten nachvollziehen. Sicheren und verantwortungsvollen Fahrern könne man dann Rabatte offerieren, Risikokunden dabei helfen, ihr Verhalten zu verbessern.Wir kennen ähnliches ja schon von den Fitness-Apps verschiedener Schweizer Krankenversicherungen – in dem Bereich ist also einiges in Bewegung.

9:50 Wenn Sie noch näher dran sein möchten, gibt es hier einen Livestream der gesamten Veranstaltung: Zum Analytics Experience-Livestream.
9:31 Uhr Guten Morgen! MK hat mich, Redaktor Johannes Hapig, nach Mailand zur SAS Analytics Experience geschickt. Aus dem futuristischen Kongresszentrum darf ich am 23. und 24. Oktober für Sie berichten. Natürlich werde ich den Fokus dabei auf das legen, was Innovationen in der Datenanalyse für Marketeers bedeuten.Aktuell geht es hier aber noch beinahe philosophisch zu: Oliver Schabenberger, der COO und CTO von SAS, spricht zum Status Quo von Artificial Intelligence. Die Leitfrage zu selbstlernenden Algorithmen, so Schabenberger, werde oft mit einer gewissen Furcht gestellt: «How smart can they get?».Das komme darauf an, was wir zulassen – wie, ja, konsequent wir schlussendlich in der Entwicklung seien. Der aktuelle Umgang mit AI, genau so weitergeführt, werde wohl zu Narrow Artificial Intelligence führen, die für die Erledigung bestimmter Aufgaben in klaren Grenzen geeignet ist. Schon dadurch würden langfristig so gut wie alle Jobs beeinflusst – AI übernehme die automatischen Prozesse, der Mensch bringe die Kreativität respektive die Empathie ein.Artificial General Intelligence allerdings, die absolut unabhängige und selbstständige Alternative, würde – wenn wir sie einmal zugelassen haben – womöglich unsere gesamte Gesellschaft in Formen prägen, die man sich heute noch gar nicht vorstellen kann. Oliver Schabenberger sieht darin grösste Chancen: Denn diese Art von AI könnte man nutzen, um genuin menschliche Eigenschaften nicht zu ersetzen, sondern noch zu verstärken. Dann hätten wir eine fantastische Zukunft vor uns.

