Internet schlägt das physische Mailing

Das Dialogmarketing legt zu. Das zeigt der «Dialogmarketing Report Schweiz 2017». Während der Gesamtwerbemarkt im Vergleich zu 2015 pro Jahr um ein Prozent geschrumpft ist, steigt der Anteil des Dialogmarketings von ehemals 42.5 Prozent der Gesamtwerbeausgaben im 2015 auf 46 Prozent im Jahr 2017. Wurde 2015 noch 2.4 Milliarden Franken ins Dialogmarketing investiert, soll dieser Betrag 2017 auf 2.56 Milliarden Franken klettern, was einer Zunahme von durchschnittlich 3.7 Prozent pro Jahr entspricht.

Internet erstmals auf Platz 1

Für den Report wurden die Auftraggeber gefragt, wie sie ihr Dialogmarketing-Budget auf die verschiedenen Kanäle aufteilen. In den vergangenen zwei Jahren sind die Internetausgaben dabei um durchschnittlich 18 Prozent jährlich gestiegen und verdrängen mit 28.1 Prozent des Gesamtbudgets erstmals physische Sendungen auf den zweiten Rang (25.9 Prozent) des gesamten Budgets).Stark auf 22 Prozent des Gesamtbudgets gestiegen sind im Vergleich zu 2015 (13 Prozent) die Ausgaben für den persönlichen Kontakt, wie zum Beispiel Kundenbesuche, Messen, Telefonate und persönliche Promotionen.

Dienstleister positiver beurteilt

Studienleiter Prof. Dr. Frank Hanich präsentierte die wichtigsten Resultate zusammen mit Dr. Adrienne Suvada – beide von der Hochschule ZHAW School of Management and Law – am 9. November einem Fachpublikum im Swissôtel in Zürich-Oerlikon.Freuen können sich die Schweiz Dialogmarketing-Dienstleister. Sie werden gemäss der Studie 2017 deutlich positiver durch die Auftraggeber beurteilt. Gegenüber 2015 ist die Weiterempfehlungsabsicht deutlich gestiegen. Diesmal liegen die Agenturen in der Kundenwertschätzung knapp vor den Druckereien.

Auftraggeber Trend-affiner

Die Auftraggeber zeigen sich in der Dialogmarketing Studie 2017 Trend-affiner als die Dienstleister. Trends wie Influencer Marketing, Trigger-based Marketing oder Bots messen sie durchwegs höhere Bedeutung bei. Wer wird recht behalten? Für viele Unternehmen lautet die entscheidende Zukunftsfrage: Wie komme ich (noch) in einen Dialog mit meinen Kunden? Die Bedeutung dieser Frage zeigt sich in den Ergebnissen zu Datenschutzbedenken, Dialogmarketing-Trends und Vorteilen physischer Mailings.

Fachleute diskutieren

Im Anschluss an die Präsentation des Reports diskutierten zusammen mit Frank Hanich fünf Fachleute die Resultate: Oliver Weinstock, Nemuk AG, Andy Lang, Post CH AG, Patrick Kessler, VSV Verband des Schweizerischen Versandhandels, Thomas Ziegler, Swiss Direct Marketing AG, und Thomas Engeli, Ammarkt AG.

Weitere Resultate

MK Marketing & Kommunikation wird in der Ausgabe 11-12/2017 weitere Details des Reports präsentieren. Interessierte können die Studie als PDF via Schweizer Dialogmarketing Verband SDV – Herausgeberin des Reports – hier kostenlos bestellen.Dialogmarkting Report 2017 Kessler Lang Weinstock

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