Wie Tamedia sich für gute Sichtbarkeit der Onlinewerbung einsetzt

DSC_7728Das Thema «Viewability» ist derzeit brandaktuell. Es geht dabei um die Frage, ob die ausgespielte Onlinewerbung für den User sichtbar ist oder nicht. Laut dem Standard des IAB und des Media Rating Councils müssen mindestens 50 Prozent der Werbemittelfläche für mindestens eine Sekunde im sichtbaren Bereich des Browsers sein, um als sichtbar zu gelten. In den meisten Ländern sind nur etwas mehr als 50 Prozent der Werbefläche nach dem IAB-Standard sichtbar.Agenturen bieten Garantien für SichtbarkeitDeshalb bemühen sich Agenturen, den Werbeauftraggebern eine höhere Sichtbarkeitsrate zu garantieren. Die Schweizer Adtech-Firma Adello verspricht deshalb seit Kurzem ihren Kunden eine hundertprozentige Sichtbarkeitsrate beim Mobile Advertising. Dazu wird eine neue Währung eingeführt:Viewable Cost per Mille (vCPM). Auch der Outscream-Spezialisit Teads bietet neu ein Display-Format mit zeitbasierter Abrechnung an.Auch Tamedia bemüht sich für hohe SichtbarkeitDoch nicht nur die Agenturen, sondern auch die Publisher wollen die Sichtbarkeitsraten für die Werbetreibenden erhöhen. Im Rahmen des Adello-Events «Für unsichtbare Werbung bezahlen?» im Impact Hub Zürich präsentierte Marc Challandes, Head of Commercial Products bei Tamedia, die Strategie des Schweizer Medienunternehmens.«Der Druck steigt auf die Dienstleister, hohe Sichtbarkeitsraten zu garantieren», so Challandes. «Leider fehlen bisher etablierte Standards. Es gibt grosse Unterschiede bei den Messungen der Agenturen und Publisher.»Tamedia optimiert Zeitpunkt der Ausspielung der OnlinewerbungTamedia setzt bei der Messung der Viewability auf die etablierte Google-Technologie DFP (Doubleclick for Publishers). Das Medienunternehmen erreicht auf seinem Netzwerk eine Viewability-Rate von 69 Prozent (Desktop) beziehungsweise 62 Prozent (Mobile), also überdurchschnittlich gute Werte im Vergleich zum internationalen Standard. Ein Grund dafür sind beispielsweise Optimierungen, zu welchem Zeitpunkt genau die Daten auf dem Ad-Server abgerufen werden sollen.Werbeauftraggeber müssen «performante» Werbemittel liefernChallandes hebt hervor, wie wichtig es für die Werbeauftraggeber ist, «performante Creatives», dh. Onlinewerbung, die schnell geladen werden kann, zu verwenden. «Leider werden heute immer noch sehr viele Creatives mit einer schlechten Performance ausgeliefert», so Challandes. «Dies hat einen negativen Impact auf die Viewability des Werbemittels. Man kann hier als Werbetreibender viel Einfluss nehmen, indem man die Performance erhöht, zum Beispiel durch self-hosted Ads.»Auch bei Tamedia wird man ein Pricing einführen, dass eine 100 Prozentige Viewability-Rate garantiert (vCPM). Ein Pilotprojekt wird im dritten Quartal 2017 gestartet.Mehr zu dem Thema Qualität in der Onlinewerbung und Viewability lesen Sie in der Titelgeschichte unserer aktuellen MK-Ausgabe 05/2017.

More articles on the topic