Google AdWords: So gelingt der Misserfolg garantiert – Teil 2

Im Beitrag «Google Adwords: So gelingt der Misserfolg garantiert – Teil 1» haben wir mit fliegenden Staubsaugern Google überlistet, uns keine Ziele gesetzt und haben gelernt, wie man die Landingpage sabotiert, damit auch ja kein Kunde die Website findet. Die nächsten fünf Tipps helfen dir, das Scheitern auf Meisterniveau zu vertiefen.6. Definiere keinesfalls eine spezifische ZielgruppeZielgruppen Definition war gestern. Heute ist das völlig überbewertet. Insbesondere, wenn man mit Google AdWords oder Marketing allgemein erfolgreich sein will – wollen wir aber nicht. Darum: lass es sein! Probiere einfach mal aus. Nimm auch Sprachen, wie zum Beispiel Mandarin oder Suaheli in die Spracheinstellungen, selbst wenn Dein Zielmarkt – sofern Du diesen definiert hast – die Deutsch-Schweiz ist. Aber ich würde auch keine geografische Eingrenzung machen. Vielleicht möchte ein indonesischer Masseur auf Bali dein Schweizer Brotmesser in deinem Online-Shop bestellen. Könnte ja sein…7. Starte mit einem 1-Franken BudgetJa, ich weiss. Marketing und Werbung kostet immer so viel Geld. Da wir aber Misserfolg wollen und möglichst alles daran setzen, das Suchergebnis-Potential unserer AdWords-Anzeigen sehr massiv einzuschränken (resp. es zum Null-Chancen-Potential zu bringen): Setze einfach einen einzigen symbolischen Franken Betrag für Deine Kampagnen ein. So hast Du erstens kaum Klick-Geld verprasst, zweitens ersparst Du Dir auch gleich das Aufsetzen von Google Analytics zum Zweck der Datenmessung. Denn das Aufsetzen der Datenmessung kostet ja auch bisschen Zeit. Und Zeit ist Geld! Kommen wir damit auch gleich zu Tipp 8. 8. Datenmessung? Reine Zeitverschwendung!Wer will denn schon Daten messen? Das Erfolgs-Controlling gehört schliesslich nicht in die Marketing- sondern in die Finanzabteilung, oder in die HR Abteilung, oder ins Facility Management. Das geht uns Marketeers ja nichts an. Ich finde ja schon lange, dass Zahlen und Statistiken in einer Marketingausbildung nichts verloren haben.9. Google Dich selbst – so oft, wie nur möglichIst das AdWords-Konto einmal eingerichtet, hast Du womöglich Langeweile im Büro. Vielleicht hast du aber auch zu viel Geld in der Unternehmenskasse oder gar beides. Das muss und kann geändert werden. Hier kommt mein Geheim-Tipp: Google Dich selbst. Ganz oft und noch öfter.Und was Du auf keinen Fall vergessen solltest: Klicke auf deine eigenen AdWords Anzeigen. Das frisst Dir nicht nur dein eigenes 1-Franken-Klick-Budget weg (siehe Misserfolgsregel 7), sondern verfälscht gleichzeitig auch die Ergebnisse. Gut gemacht! Jetzt gibt es nur noch die letzte Regel zu befolgen für den AdWords-Super-Gau. Trommelwirbel…10. Gib Google die Schuld für allesIm Ernst, Google will Dir doch nichts Böses. Oder siehst Du das anders? Solltest Du bisher tatsächlich Regel 1-9 nicht befolgt sowie bis hierher alles richtig gemacht haben und trotzdem keine Conversions erzielen, dann bleibt Dir schlussendlich nur noch eins für den ultimativen Google AdWords Misserfolg: Schmeiss alles hin und gib Google die Schuld an allem – auch an der vieldiskutierten Erderwärmung: Böses Google!

* Jeannette Scherrer ist selbständige Unternehmerin & Consultant im Bereich des Online-Marketing mit Spezialisierung auf SEO & SEA. Sie doziert zum Thema „Content Marketing und SEO“ unter anderem an der Migros-Klubschule und zum Thema “Digital Business & Kommunikation” an der KV Luzern / Höhere Fachschule für Marketing & Kommunikation (HFMK). Auf ihrem Blog schreibt sie zu unterschiedlichen Themen aus dem Online-Bereich und beleuchtet dabei die unterschiedlichen Perspektiven zwischen Kunden und Dienstleistern. http://jeannettescherrer.com
