Neue Berufsbilder im digitalen Wandel

neue-berufsbilder-im-digitalen-wandel-juerg-stuker-partner-und-ceo-von-namics-mk-marketing-kommunikation
Autor Jürg Stuker, Partner und CEO von Namics.Ob Geschäftsmodelle, Prozesse oder sogar die Kultur – die digitale Transformation hat einen entscheidenden Einfluss auf Unternehmen. Das zeigt sich auch in der Entwicklung von Berufsbildern. Beispiel IT: Kollegen aus dieser Abteilung waren hauptsächlich für Programmieren und Systemverwaltung zuständig. Mit der Digitalisierung und ihren Möglichkeiten – Stichwort Big Data – bekommen IT-Fachkräfte neue Einsatzfelder. Das bekannteste Berufsbild ist der Data Scientist. Er zeichnet sich durch ein hohes Mass an Analytik, aber auch die Fähigkeit zur Abstraktion, zum Erkennen und Interpretieren von Mustern aus – er bringt die Daten sozusagen zum Sprechen. Das ist entscheidend. Denn was nützt die Aggregation von Daten, wenn die ihre sinnstiftende Interpretation fehlt. Gerade die braucht es für die Weiterentwicklung von Produkten und Marketingmassnahmen. Kein Wunder also, dass der Data Scientist nicht in der IT, sondern eher im Marketing zu finden sein wird.Vernetzung und VerschmelzungDie zunehmende Vernetzung und Verschmelzung von Kompetenzfeldern macht sich auch auf Managementebene bemerkbar. Um beim Beispiel IT und Marketing zu bleiben: Auch der Bedarf nach einem Verantwortlichen auf C-Level steigt, der beide Welten in sich vereint und auf Managementebene vorantreibt. Einige Unternehmen reagieren mit der Berufung eines Chief Digital Officer (CDO), eines Chief Marketing Technology Officer (CMTO) oder der Kompetenzerweiterung des Chief Information Officer (CIO). Ob CIO, CDO oder CMTO – die geschäftskritischen Entscheidungen über neue, digitale Lösungen wird derjenige fällen, der auf IT- und Marketing-Wissen gleichermassen zurückgreifen kann. Die Technik entwickelt sich weiter, Kundenbedürfnisse ändern sich, und somit wird es auch immer eine Transformation der Geschäftsmodelle geben müssen. Es geht also nicht nur darum, die Digitalisierung zu meistern, sondern den permanenten Wandel. Langfristig sollten Unternehmen deshalb über einen Chief Transformation Officer nachdenken – jemanden mit interdisziplinärem Wissen aus den Bereichen Marketing, IT und Business Development.Digitaler Wandel verändert BerufslandschaftDie Beispiele zeigen: Die Herausforderungen des digitalen Wandels verändern die Berufslandschaft. Für Unternehmen wird es daher immer wichtiger, in die Aus- und Weiterbildung von Mitarbeitern zu investieren. Nur wer also heute in Fortbildungen investiert, kann morgen den Wandel meistern. Einen ersten Versuch, über diese Massnahmen zu informieren, hat digitalswitzerland mit ihrer Initiative Education Digital unternommen. Hier finden sich zahlreiche Angebote aus der Schweiz und Deutschland.Autor: Jürg Stuker, Partner und CEO von Namics

More articles on the topic