Eine gemeinsame Mobile-Payment-Lösung für die Schweiz?

MOBILE PAYMENT Einigen sich die Mobile-Payment-Anbieter in der Schweiz auf eine gemeinsame Lösung? Gespräche diesbezüglich wurden aufgenommen, die Öffentlichkeit erfährt spätestens Anfang Mai von den Ergebnissen.
NFC - Near field communication
Machen die Schweizer Mobile Payment Anbieter bald gemeinsame Sache?«Die Schweiz ist für mehr als einen Mobile-Payment-Anbieter zu klein», meinte kürzlich Mobile-Payment-Experte Tobias Wirth in einem Interview mit MK. Nun scheint sich der Markt in diese Richtung zu bewegen – wohl auch aus Angst vor der ausländischen Konkurrenz wie Apple, Google und Co.Die fünf grössten Schweizer Banken Credit Suisse, PostFinance, Raiffeisen, UBS und ZKB, die Finanzinfrastrukturdienstleisterin SIX, und die Detailhändler Coop und Migros sowie die Swisscom haben Sondierungsgespräche bezüglich einer gemeinsamen Lösung für digitale Zahlungsverkehrsleistungen in der Schweiz aufgenommen. Die Gespräche sind ergebnisoffen. Sie sollen klären, ob und inwiefern ein gemeinsames, starkes sowie kundenfreundliches mobiles Zahlungssystem kanalübergreifend, flächendeckend und rasch in der Schweiz verbreitet werden kann.Die gemeinsame Lösung könnte von allen Kundinnen und Kunden verwendet werden und stünde sämtlichen Händlern, Banken, Herausgebern von Zahlkarten sowie weiteren Marktteilnehmern offen. Bestehende Kundenverträge sollen lösungsabhängig überführt werden. Der Investitionsschutz für die Geschäftskunden hinsichtlich Infrastruktur und Systemanpassungen bliebe sichergestellt.Über erste Ergebnisse der Gespräche werden die beteiligten Parteien die Öffentlichkeit spätestens Anfang Mai informieren.In der Zwischenzeit gehen die Entwicklungen der beiden Lösungen unverändert weiter. Angekündigte neue Funktionen von TWINT (digitale Stempelkarten, Couponing, Direktanbindung Konto) und Paymit (Bezahlen am Verkaufspunkt, In-App-Payment, Bezahlen im e-commerce) werden unabhängig vom Fortgang der Gespräche wie geplant eingeführt.

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