Warum Leute Werbung blocken

ONLINE-WERBUNG 83 Prozent würden sich gegen einen Ad-Blocker entscheiden, wenn sie die angezeigte Werbung überspringen oder schliessen könnten. Dies zeigt eine globale Studie von Teads, der Monetarisierungsplattform.Laut der Untersuchung, sind aufdringliche und aufgezwungene Anzeigen der Hauptbeweggrund für die Installation von Ad-Blocking- Software. Für drei von vier Befragten ist störende Werbung der wichtigste Grund zur Nutzung eines Ad-Blockers. Aufgezwungene Videoanzeigen sind für 48 Prozent derjenigen, die Ad-Blocker installiert haben, das aufdringlichste aller Werbeformate. Unter dem Titel «Warum Leute Werbung blocken» führte Teads eine Studie durch und befragte dabei 9’000 Menschen weltweit in folgenden drei Gruppen: User mit Ad-Blockern auf dem Desktop / Laptop, User mit Ad-Blockern auf Mobilgeräten (Smartphones & Tablets) und User, die Ad-Blocker kennen, aber bislang nicht installiert haben. Rebecca Mahony, CMO bei Teads, äusserte sich zudem über eine mögliche Lösung: «Die globale Lösung ist es, den Usern die Wahl zu geben. Die steigende Verbreitung von Ad-Blockern ist ein Weckruf für die Werbebranche. Wir müssen das Verlangen der Konsumenten nach Werbung ernst nehmen, die ihr Online-Erlebnis respektiert.» So ruft sie die Werbeauftraggeber dazu auf, zum Beispiel Videowerbung so in eine Website zu integrieren, wo der User die Wahl hat, dieses anzusehen oder wegzuklicken.Auszüge der Ergebnisse aus Deutschland:– Pre-Roll-Video: Jeder zweite Deutsche (52 Prozent), der Ad-Blocker installiert hat, bezeichnet Pre-Roll-Videos als aufdringlichstes aller Werbeformate– Störende Formate: 66 Prozent der Befragten nehmen erzwungene Werbeformate als am störendsten wahr. Dabei sind Pop-Up-Anzeigen für 80 Prozent der User der Hauptgrund für die Nutzung von Ad-Blocking-Software.– Die Kraft der Wahl: 57 Prozent würden die Installation von Ad-Blocking-Software erneut überdenken, wenn sie Werbung gleich zu Beginn überspringen könnten. 49 Prozent würden eventuell keine Ad-Blocker installieren, wenn sie die Werbung schliessen könnten.– Word-of-Mouth: 45 Prozent der User, die Ad-Blocker auf ihrem Mobiltelefon installiert haben, und 42 Prozent derer, die sie auf dem Desktop nutzen, haben davon über persönliche Empfehlungen erfahren.– Der Browser macht den Unterschied: 59 Prozent der Befragten, die aktiv Ad-Blocker in Deutschland nutzen, tun dies auf dem Firefox-Browser. Auf dem Chrome-Browser sind es nur 48 Prozent.– Mobile Ad-Blocker: Auf den Handys nutzen Männer und Frauen Ad-Blocker gleichermassen (jeweils 50 Prozent). 69 Prozent finden Mobile-Werbung aufdringlicher als Desktop-Werbung. Auszüge der Ergebnisse auf globalem Level:– In Deutschland, wo Adblock Plus entwickelt wird, ist die Motivation, störende Anzeigen zu blocken, mit 72 Prozent der Befragten sehr hoch. Gleichzeitig würden 83 Prozent keine Ad-Blocker einsetzen, wenn Anzeigenformate ihnen die Wahl des Anschauens gewährten.- Befragte in den USA zeigten die grösste Ablehnung gegen störende Anzeigenformate. 74 Prozent gaben sie als Hauptmotivation an, Werbung zu blocken. In Italien stimmten dem 60 Prozent zu.- Die grösste Gruppe der Befragten, die keine Anzeigen blockieren würden, wenn sie sich aussuchen könnten, ob sie die Anzeige sehen wollen oder nicht, gab es in Mexiko und Spanien mit jeweils 89 Prozent.- Argentinier sind am meisten von Pre-Roll-Videoanzeigen genervt. 57 Prozent von ihnen bewerteten Pre-Roll als sehr störend. Sie bevorzugen stattdessen native Videoanzeigen in Artikeln; nur 13 Prozent empfanden diese als sehr störend.

More articles on the topic