Sex, Drogen und Tattoos: Ein Magazin spricht Klartext

CORPORATE PUBLISHING Das Jugendmagazin «Hä?» der Rotpunkt-Pharma AG widmet sich den vielen unausgesprochenen Fragen der Jugend. Dafür wurde es mit Gold beim Preis «Best of Corporate Publishing» ausgezeichnet.
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Das Magazin «Hä?» informiert spielerisch und mit Humor über Tabuthemen.Wieso küssen wir Menschen uns? Wie unterscheidet sich der männliche vom weiblichen Orgasmus? Haben alte Leute noch Sex? – Fragen, für die sich viele schämen würden, sie zu stellen. Dennoch tauchen sie auf – besonders bei Jugendlichen. Diesen unausgesprochen Fragen widmet sich das Magazin der Rotpunkt-Pharma AG. In diesem Kontext könnte der ­Name nicht treffender sein: «Hä?» beschreibt einerseits das Trendwort, wenn man jemanden nicht versteht, und zeigt andererseits die Ratlosigkeit, die auch in Zeiten der Aufklärung noch vorhanden ist.Im jugendlichen Sinne wird nicht lange gefackelt, sondern Klartext gesprochen. Vor dem Inhaltsverzeichnis zeigt die Rubrik «Let’s talk about …», was die Teenager zu einem bestimmten Thema denken. «Gerade dieses Kundensegment kommt in der Kommunikation leider viel zu kurz, hat aber viele offene Fragen. Mit unserem Magazin wollen wir den Jungen zeigen, dass wir als Apotheke auf ihre Fragen Antworten haben und dass es sich lohnt, in die Apotheke zu gehen», erläutert Rudolf Andres, Geschäftsführer der Rotpunkt-Pharma AG. Da man die Antworten lieber liest, als sie mündlich zu erfragen, wurde ein Kanal geschaffen, um dieser Barriere stückweise entgegenzukommen.Wer nicht fragt, findet’s nie herausDas «Hä?» erscheint viermal jährlich, richtet sich an 15- bis 20-Jährige und greift immer ein einzelnes Thema auf, womit sich die Teenager permanent beschäftigen und die Rotpunkt-Apotheken etwas zu sagen haben. Das sind beispielsweise Tattoos und Piercings, Schönheit, Sucht oder Sex. Ganz nach dem Motto «Wer nicht fragt, findet’s nie heraus» werden die Aspekte mit einer Offenheit und einem hohen Unterhaltungswert behandelt.«Das ‹Hä?›-Magazin soll dazu beitragen, dass Jugendliche und junge Erwachsene die Rotpunkt-Apotheken als kompetente und sympatische Berater bei allen Fragen rund um den Körper wahrnehmen. Der Spass an der Sache soll dabei nicht zu kurz kommen. Der ‹erhobene Zeigefinger› hat im ‹Hä?›-Magazin nichts zu suchen», erklärt Andres. Dies zeigt sich in der Sieger-Ausgabe deutlich. Das Cover zeigt viel Haut, aber ohne anstössig zu wirken. Wenig Text ziert es, dieser ist dafür auf den Punkt gebracht. Das Motto zieht sich auch hier durch: Die Fragen geben Auskunft über den Inhalt.Geschrieben wird das «Hä?» von einem eigenen Redaktions­team unter der Leitung von Rainer Brenner, Mitinhaber der Agentur Wessinger und Peng. Zusammen mit weiteren vier Personen werden die Inhalte geplant und besprochen.Persönlich und authentisch wie eine BeratungViele Bilder, Karikaturen, farbige Akzente und verspielte Elemente gestalten das Jugendmagazin. Von Ordnung ist nicht die Rede, was gut ist. «Die Gestaltung ist absichtlich ‹rau› gehalten. Zudem trägt der Einsatz einer Handschrift dazu bei, dass die Inhalte nicht steril und unnahbar, sondern persönlich und authentisch wirken – ähnlich, wie bei einer persönlichen Beratung in einer der Apotheken», erklärt Marcus Kraft, Art Director beim gleichnamigen Studio.Das Design des «Hä?» realisierte er in Zusammenarbeit mit der Rotpunkt-Pharma AG. Die Besonderheit des Magazins war gleichzeitig die schwierigste Herausforderung. «Wir wollten gestalterisch wie auch inhaltlich nicht anbiedernd wirken, sondern den Jugendlichen auf Augenhöhe begegnen», bestätigt Kraft.So wird beispielsweise auf Zeitungspapier gedruckt, um eine wärmere Haptik zu erhalten. Das «Hä?» zeichnet sich ausserdem dadurch aus, dass es fast gänzlich auf Eigenwerbung und Anzeigen verzichtet.Auf dem richtigen WegDer Aufwand hat sich gelohnt. Dies zeigte sich nicht nur an der BCP-Award-Night, in welcher das Magazin Gold in der Kategorie «B2C-Gesundheitswesen» gewann, sondern allem voran bei der Zielgruppe: «Das Magazin wird von den Jugendlichen mitgenommen und hat sich in der Deutschschweiz mittlerweile einen Namen gemacht. Auch das Medienecho ist beachtlich», berichtet Rudolf Andres. Das Team freut sich zudem besonders über die Rückmeldungen von Schulen, welche das «Hä?» in ihrem Unterricht verwenden.Und der Erfolg soll in Zukunft beibehalten werden: «Das Echo und die BCP-Auszeichnung zeigen uns, dass wir mit unserem unkonventionellen Magazin auf dem richtigen Weg sind. Wir bringen Themen, die brennend interessieren, über die zu sprechen wir aber Hemmungen haben. Eine sowohl von der Strategie als auch von der Umsetzung her völlig frische Art eines ‹Apotheker-Heftlis›, eines, das sich an die Jungen sowie an deren Bedürfnisse und Fragen rund um ihre Gesundheit richtet und das in der Gestaltung entsprechend alles andere als kränklich und ältlich daherkommt», so Andres.Das Magazin wird sich mit den Jugendlichen stetig weiterentwickeln, denn diese sind es, welche seine Richtung bestimmen.Autorin: Melanie Granados

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