Medienexperten glauben nicht an Paywall

ONLINE-MEDIEN Laut einer Expertenbefragung dürften es kostenpflichtige Online-Angebote auch in Zukunft schwer haben, sich zu etablieren. Zudem sehen die Experten ein Qualitätsproblem beim Online-Journalismus.
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Quo vadis Paywall? Experten geben Online-Bezahlschranken nur wenig Kredit. Unter dem Begriff DELPHInarium publiziert die auf Medienforschung und –beratung spezialisierte Publicom zweimal jährlich Ergebnisse einer Expertenbefragung. Am Panel sind vierzig Fachleute der führenden Medienunternehmen sowie Vertreter aus Werbung, Medienjournalismus, Kommunikationswissenschaft und Corporate Communications beteiligt.Bezahlangebote vor ungewisser ZukunftDie aktuellen Ergebnisse zeigen: Die Frage nach der Finanzierung von Online-Informationen ist nach wie vor ungeklärt. Nur ein Viertel der Befragten glaubt, dass kostenpflichtige Online-Angebote sich früher oder später durchsetzen werden. Insbesondere für Mainstream-News und Unterhaltung bestehe kaum Zahlungsbereitschaft.
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Quelle: www.publicom.chDoch sind sich die Experten weitgehend einig, dass das Publikum bereit ist, für qualitativ hochwertige Exklusivinhalte in die Tasche zu greifen. Wie solche Inhalte beschaffen sein müssen, ist aber weniger klar. Am ehesten vermuten die Experten Zahlungsbereitschaft für Wirtschafts- und Finanzmarktinformationen, während für internationale News, Sport und Boulevardthemen kaum Hoffnung besteht.
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Quelle: www.publicom.chWeniger Qualität wegen Digitalsierung?Bereits erfolgt gegen die Hälfte des Konsums an tagesaktuellen Informationsangeboten online über digitale Kanäle. Doch die universelle Verfügbarkeit ist das eine, das andere ist die Qualität der Information, und diese nimmt laut der Studie ab.Zwei Drittel der befragen Experten sind sich einig: Online-Information hat ein Qualitätsproblem. Zum einen wächst die Fehlerquote wegen des Zwangs zur Geschwindigkeit und weil immer mehr Akteure auf Ereignisse reagieren. Zum anderen favorisiert die Orientierung der Journalisten an den Klickraten massentaugliche, seichte Inhalte.
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Quelle: www.publicom.chSteigerung des Marktwertes von MedienmarkenKeine Einigkeit herrscht hingegen, was die Folgen dieser Entwicklung für die Medienmarken sind. Zwar glaubt eine klare Mehrheit der Experten, dass Medienmarken im Netz ihren Markenwert erheblich steigern können, doch ob Online-Medien heute und in naher Zukunft die Funktion von Leitmedien übernehmen können, ist ungewiss. Fast die Hälfte der Befragten glaubt, dass dies möglich ist, eine knappe Mehrheit ist skeptisch.Ein ausführlicher Report ist erhältlich unter www.publicom.ch oder www.delphinarium.ch.

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