Wie wir leben und einkaufen im Jahr 2025

E-COMMERCE In der Studie «Global E-Tailing 2025» zeigt die Deutsche Post DHL anhand vier Zukunftsszenarien, wie die elektronische Einkaufswelt für Verbraucher und Unternehmen weltweit im Jahr 2025 aussehen könnte.
computer technology in hands
DHL stellt vier Zukunftsszenarien vor, wie der E-Commerce im Jahre 2025 aussehen könnte.Die vier Szenarien wurden auf Basis mittelfristigen und globalen Perspektive entwickelt, wollen jedoch nicht die Zukunft vorhersagen oder valide Prognosen darstellen. Vielmehr will die Studie mit der Beschreibung dieser Zukunftsbilder aus dem Jahr 2025 einen Dialog über die Zukunft des
elektronischen Handels verbunden mit den logistischen Implikationen anstossen.1. Szenario – Hybrider Konsum in konvergenten Handelswelten
Weltweit hat sich eine Hyper-Leistungsgesellschaft entwickelt. Extreme soziale Gegensätze sind in vielen entwickelten Volkswirtschaften, wie zum Beispiel in Australien oder auch in Frankreich und Grossbritannien, zur Normalität geworden.
Die Technologiefortschritte sind nur moderat. Smartphones und Tablets bleiben die ständigen Begleiter der Menschen. Die Geräte verfügen über flexible Bildschirme, die sich ausrollen, falten und klappen lassen. Interaktive Displays als Schnittstelle in die virtuelle Welt sind im Strassenbild allgegenwärtig. Handelsunternehmen bieten ihre Waren online und in stationären Shops an – der Multikanalhandel hat sich durchgesetzt. Die
Ladengeschäfte dienen oft nur noch als Showrooms, um den Kunden die Waren erleben zu lassen. Die zeitnahe Lieferung an jeden gewünschten Ort ist ein Standardservice. Convenience ist – für alle, die es sich leisten können, – ein entscheidender Faktor beim Einkauf. Für den überwiegenden Teil der Menschen bleibt der ausschlaggebende Gesichtspunkt allerdings nach wie vor der günstige Preis.Die Szenarien auf Video:

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2. Szenario – Selbstinszenierung in virtuellen Gemeinschaften
Es hat sich eine kaufkräftige Mittelschicht entwickelt. Dadurch hat sich die Wertevorstellung verschoben: weg von der Arbeit und hin zur Freizeitorientierung. Selbstverwirklichung und individuelle Lebensformen sind wichtiger als Erfolg im Job. Die Trends geben vor allem Lifestyle-Communitys vor. Sie haben auch einen grossen Einfluss auf das Kaufverhalten von breiten Bevölkerungsschichten. Kleine, innovative Onlinehandelsplattformen bedienen die jeweilige Community. Grosse Onlinehändler und -plattformen bedienen den Mainstream-Markt. Der stationäre Handel setzt vor allem auf Erlebniseinkauf. Elementarer Bestandteil des Alltags sind so genannte Wearables. Die tragbare Technik 
dient unter anderem dazu, das eigene Verhalten zu messen und zu optimieren, etwa wenn es um Ernährung oder Fitness geht – und um sich permanent innerhalb der Community auszutauschen. Durch den boomenden Onlinehandel sind die Transportvolumina der Logistiker deutlich gestiegen. Um dem Verkehrsinfarkt zu entgehen, haben einige Ballungsräume die Zustellung reguliert.3. Szenario – Künstliche Intelligenz im digitalen HandelDie Menschen leben in einer digitalen Welt und andere Wearables gehören zum Alltag. Intelligente Avatare fungieren als virtuelle Einkaufsberater. Sie agieren oftmals selbstständig und erwerben für ihren «Wirt» beispielsweise Güter des täglichen Bedarfs. Web-Shops passen ihre Angebote in Echtzeit an die Kundenprofile an. Auch der stationäre Handel und die Showrooms der Onlineshops arbeiten mit Simulationen, die auf den jeweiligen Kunden zugeschnitten sind. Bezüglich der Auslieferung ist diese in grossen Metropolen am Tag der Bestellung. Händler und Logistiker verschicken die Waren bereits – zum Teil über automatisierte Lösungen wie etwa Drohnen – bevor der Kunde überhaupt bestellt hat.4. Szenario – Kollaborativer Konsum in einem regionalisierten Handel
Handelshemmnisse und hohe Energie- und Rohstoffpreise haben zu einer Regionalisierung der Wirtschaft geführt. Die Menschen kaufen in aller Regel vor Ort. Nachhaltigkeit und Energieeffizienz sind die bestimmenden Faktoren beim Einkaufen. Leasing- und Sharingmodelle sind deshalb weit verbreitet. Das persönliche Eigentum hat für viele Menschen entsprechend an Stellenwert verloren. Wichtig ist die Verfügbarkeit.
Die grossen Onlineportale sind nun im Leasinggeschäft tätig. Im regionalen und lokalen Umfeld wird auch ein Grossteil des Tauschhandels über kleinere Onlineplattformen organisiert. Um die Lebensdauer von elektronischen Geräten und Gebrauchsgüter zu verlängern, sind sie modular aufgebaut. Reparaturen und Wartungen sind so leicht möglich. Der Grossteil der Logistikunternehmen bietet neben den klassischen Versorgungslösungen auch Ersatzteillogistik und Reparaturservices an.

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