Neues Webportal blickamabend.ch setzt auf Native Advertising

ONLINE-WERBUNG Heute gab Ringier bekannt, dass der Onlineauftritt von Blick am Abend am 12. Dezember aufgeschaltet wird. Bei der Finanzierung setzt man unter anderem auf «Native Advertising» und will an die Erfolge von Buzzfeed anknüpfen. MK hat nachgefragt, wie die Werbeform genau aussehen wird und inwiefern sie sich von den redaktionellen Beiträgen unterscheidet. 
buzzfeed
Die Online-Plattform Buzzfeed feiert grosse Erfolge und finanizert sich hauptsächlich durch «Native Advertising».Schon seit einiger Zeit ist bekannt, dass Ringier ein Online-Portal lancieren will, dass auf mobile Geräte zugeschnitten ist. Dabei sollen neben «Blick am Abend»-News auch «unterhaltende Informationen digital neu in sogenannten Listicles, also in Hit-Listen, aufbereitet. Dies als Text, Bild und natürlich auch audiovisuell», wie es in der Pressemitteilung von Ringier heisst.Buzzfeed als VorbildVorbild ist dabei die Plattform Buzzfeed aus den USA. Die Website ist derzeit in aller Munde. Über 80 Millionen Unique Users schauen sich pro Monat die skurrilen Fundstücke aus dem Internet an. Dabei können User selber Content publizieren. Die Verbreitung via Social Media spielt eine entscheidende Rolle.Bei der Finanzierung setzt Buzzfeed vor allem auf «Native Advertising» (mehr dazu in diesem Blogeintrag von Sven Ruoss). Diese Geschäftsmodell will man nun auch bei blickamabend.ch anwenden.Werbung als Information für User«Native Advertising bei Blick am Abend ist Storytelling», sagt Edi Estermann, Chief Communications Officer bei Ringier. «Die Werbekunden erzählen in sogenannten Sponsored Storys auf journalistische Weise massgeschneiderte Geschichten, die zum Produkt passen».Laut Estermann steht dabei der Informations- und Unterhaltungswert für den User im Vordergrund. «Je höher der Mehrwert für den User, desto eher steigt dessen Bereitschaft diesen Content in seinem sozialen Netzwerk weiterzuverbreiten.»Auf den Nutzer abgestimmte InhalteNative Advertising schaffe als redaktionelles Format frei von Product Placement ein ideales Werbeumfeld exklusiv für eine Marke. «Marken profilieren sich durch interessante, informierende oder unterhaltsame, auf den Nutzer abgestimmte Inhalte. Die Präsenz der Marke erfolgt dort, wo sich die Zielgruppe befindet», so Estermann.Native Ads laut Ringier «klar als Werbung gekennzeichnet»Die Kehrseite der Medaille: für den Leser ist nur noch schwer ersichtlich, welche Inhalte redaktionell und welche bezahlt sind. Estermann hebt allerdings hervor, dass Native Ads bei Blick am Abend – im Gegensatz zu anderen in der Schweiz bekannten Webportalen – klar als Werbung gekennzeichnet, farblich hervorgehoben und mit einem Absender versehen sind.Neben Native Advertising setzt Ringier auch auf «umfangreiche Sponsoringmöglichkeiten». Darunter werden weiterführende Werbeangebote verstanden, welche dem Werbekunden eine hohe Visibilität und Interaktion mit dem Inhalt garantieren. sw

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