Werner De Schepper muss Ringier Axel Springer Schweiz verlassen

Das Medienhaus Ringier Axel Springer Schweiz trennt sich von Interview-Co-Chefredaktor Werner De Schepper und hat ihn von seinen Aufgaben entbunden.

(Bild: Keystone/Christian Beutler)

Laut einer kurzen Mitteilung von Freitagmorgen erfolge die Trennung von De Schepper «aufgrund aktueller, unterschiedlicher Auffassungen als Führungspersönlichkeit des Medienhauses». Susanne Walder, die bisherige Co-Chefredaktorin von Interview, wird per sofort die redaktionelle Leitung übernehmen.

Interview by Ringier erschien erstmals im November 2021. Der Titel mit Gesprächen mit Persönlichkeiten wurde mit einer Auflage von 130’000 Exemplaren lanciert.

Vorwürfe ohne Konsequenzen

2017 veröffentlichte der Tages-Anzeiger einen Artikel über mutmassliche sexuelle Belästigungen de Scheppers am Arbeitsplatz. Der Artikel basierte auf Aussagen mehrerer Mitarbeiterinnen, die anonym blieben. Die Medienstelle von Ringier Axel Springer Schweiz gab damals an, sie habe keine Kenntnis von solchen Vorfällen. De Schepper äusserte sich öffentlich nicht dazu. Strafrechtliche Konsequenzen hatten die Vorwürfe nicht.

De Schepper war von 2003 bis 2007 Chefredaktor des Blick. Nach Stationen bei der Aargauer Zeitung und Tele Bärn wurde der belgisch-schweizerische Doppelbürger 2015 Co-Chefredaktor der Schweizer Illustrierten. Begonnen hatte de Schepper seine Laufbahn bei den Solothurner Nachrichten.

(SDA/swi)

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