SRG Sparmassnahmen: 202 Vollzeitstellen fallen weg
Die SRG konkretisiert ihre Spar- und Personalmassnahmen für 2027. In den Support- und Betriebsbereichen sollen 41 Millionen Franken eingespart werden, 202 Vollzeitstellen fallen weg.

Die SRG hat ihre Sparmassnahmen für 2027 weiter konkretisiert. Bis 2029 muss das Unternehmen aufgrund des politischen Sparauftrags rund 270 Millionen Franken einsparen, 80 Millionen Franken davon bereits bis 2027. Die nun vorgestellten SRG Sparmassnahmen betreffen die Bereiche Operationen, Human Resources, Finanzen, Kommunikation & Public Affairs sowie Stab. Sie sind nach Angaben der SRG konkretisiert oder weitestgehend umgesetzt. Dabei sollen 41 Millionen Franken eingespart und 202 Vollzeitstellen abgebaut werden. Mit dem Schwerpunkt bei den Support- und Betriebsbereichen soll das publizistische Angebot möglichst geschützt werden.
Operationen spart 30,7 Millionen Franken
Die Massnahmen in den Regionaleinheiten SRF, RTS, RSI und RTR sowie im SRG-weiten Bereich Angebot waren bereits im September kommuniziert worden. Zum Sparziel von 80 Millionen Franken per 2027 trägt der Bereich Operationen jährlich 30,7 Millionen Franken bei, die weiteren Bereiche zusammen 10,7 Millionen Franken.
Neue Organisation als Hebel bei den SRG Sparmassnahmen
Von den 202 Vollzeitstellen entfallen 173 auf Operationen, den grössten Bereich der SRG. Er vereint die Technologie- und Produktionsbereiche in allen Sprachregionen. Ein wesentlicher Teil der Einsparungen soll durch die neue Organisation möglich werden: Aufgaben und Leistungen werden verstärkt SRG-weit erbracht, Kompetenzen gebündelt und Doppelspurigkeiten abgebaut. Weitere Einsparungen erzielt die SRG durch die gemeinsame Planung von Produktionsressourcen, die Harmonisierung von IT-Services und vereinheitlichte Herstellungsweisen in allen Sprachregionen.
Auch die Supportbereiche Human Resources, Finanzen, Kommunikation & Public Affairs sowie Stab leisten laut SRG einen überproportionalen Beitrag. So sollen die Auswirkungen auf das publizistische Angebot begrenzt werden. Der Anspruch, 95 Prozent der Einsparungen bei Strukturen, Prozessen und Herstellungsweisen zu erreichen, bleibt unverändert. In diesen Bereichen sind rund 29 Vollzeitstellen betroffen.
Fluktuation und Pensionierungen als erster Weg
Die SRG verweist darauf, sich der Tragweite für die Mitarbeitenden bewusst zu sein, und will die Massnahmen so sozialverträglich wie möglich umsetzen. Wo möglich, sollen Personalmassnahmen über natürliche Fluktuation und Pensionierungen erfolgen. Damit kann etwa die Hälfte der Massnahmen in Operationen und den Supportbereichen umgesetzt werden. Entlassungen und Frühpensionierungen seien jedoch unumgänglich. Für Betroffene kommt der Sozialplan der SRG zur Anwendung.
Damit sind die Spar- und Personalmassnahmen für 2027 vollständig konkretisiert. Insgesamt spart die SRG ab 2027 jährlich 80 Millionen Franken ein und baut 285 bis 289 Vollzeitstellen ab. Die weiteren Massnahmen für 2028 und 2029 sollen schrittweise im Rahmen der Finanzplanung festgelegt werden. Das Gesamtziel von 270 Millionen Franken bleibt unverändert.
