Frank Keidel hat bei Straumann angeheuert
Der 55-jährige Kommunikationsprofi Frank Keidel ist neuer Mediensprecher beim Zahnimplantate-Hersteller Straumann. Im August verliess der frühere Journalist den ebenfalls börsenkotierten Schokoladenhersteller Barry Callebaut.

Bei Straumann in Basel ist Frank Keidel seit ein paar Wochen «Senior Communications and Media Relations Manager». Beim Unternehmen, einem Weltmarktführer für Zahnimplantate und ästhetische Zahnmedizin, arbeitet Keidel nun als Konzernsprecher mit Fokus auf globale Finanz- und Nachhaltigkeitskommunikation. Dazu unterstützt er auch die interne Kommunikation. Insgesamt sind bei der Straumann Gruppe sechs Personen für den Bereich Communications tätig. Das Team sei «klein aber fein»: «Sechs Mitarbeitende sind angesichts von mehr als 2 Milliarden Franken Umsatz sicherlich nicht überrissen.»
Der Würzburger, der seit über zehn Jahren den Schweizer Pass hält, kennt Straumann noch aus seiner Zeit als Finanzjournalist. «Ich fand das Unternehmen schon immer spannend.» Nun freue er sich darauf, Teil dieser «35-jährigen Erfolgsgeschichte» sein zu können. Bei seinem Start Mitte Januar fiel ihm als erstes die positive Unternehmenskultur auf. Wenn man wie er so kurz vor der Finalisierung von Geschäftsbericht und Jahreskommunikation dazu stosse, erlebe man sämtliche Kolleg:innen ungeschminkt. «Alle mit denen ich bisher zu tun hatte, sind uneitel, kollaborativ und ergebnisorientiert», was dem Communications-Spezialisten gegenüber Werbewoche.ch sogar ein «wow!» entlockt.
Trotz seines Wechsels ans Rhein-Knie bleibt Keidel mit seiner Frau und seinen beiden Kindern in Zürich Witikon, hat sich aber ein «pied à terre» in Basel gesucht. «Ich freue ich mich, das Dreiländereck besser kennen zu lernen. Und als ehemaliger Französisch-Gymi-Lehrer freue ich mich besonders darauf, mal eben mit dem Tram nach Frankreich fahren zu können.»
Wechsel von Schoggi zur Zahnbehandlung
Frank Keidel war bis zu seiner Kündigung im vergangenen August «Senior Media Relations Manager» beim Schweizer Schokoladenhersteller Barry Callebaut. Als alleiniger Sprecher auf Gruppenstufe sei er «Mädchen für alles in der externen Kommunikation» gewesen. «Da kam nie Langeweile auf.» Nach dem jüngsten CEO-Wechsel spürte der in Zürich wohnhafte Familienvater, dass es Zeit für eine Veränderung sei. «Das Team und die vielen Kollegen bei Barry Callebaut, von Zürich bis Côte d’Ivoire, behalte ich in bester Erinnerung.»
In der Vergangenheit arbeitete Frank Keidel unter anderem auch als Mediensprecher bei Swiss Life, Zurich Schweiz und der Zurich Gruppe. Zuvor war er als Journalist bei Borsalino, Cash.ch, und dann für die Wochenzeitung Cash tätig. Kurz nach seinem Wechsel als Sprecher zu Swiss Life zog Ringier bei Cash den Stecker. Das sei sehr schade gewesen, aber er habe das nicht kommen sehen, sagt er gegenüber Werbewoche.ch.
Der Wechsel «auf die andere Seite» bereut Keidel aber nicht. «Ich liebe Sprache, den Umgang mit Menschen, und ich schreibe gern.» Das sei ihm als Journalist und seit vielen Jahren auch als Sprecher zugutegekommen. «Ich vertrete gern ein Unternehmen nach aussen, aber die Erfahrungen als Journalist möchte ich nicht missen», gibt er weiter zu Protokoll.
