Rolle der PR: Wer prägt die öffentliche Meinung?

Algorithmen und KI-generierte Inhalte beeinflussen, welche Informationen sichtbar werden. pr suisse diskutiert am 9. November 2026 in Bern, welche Verantwortung die professionelle Kommunikation für die demokratische Meinungsbildung trägt.

pr suisse debattiert über demokratische Meinungsbildung. Quelle: KI-generiert. 

KI-generierte Inhalte und die Algorithmen digitaler Plattformen prägen zunehmend, welche Informationen sichtbar werden und Aufmerksamkeit erhalten. Traditionelle Medien geraten dadurch stärker unter Druck, zugleich wird es schwieriger zu erkennen, woher Informationen stammen und welche Interessen dahinterstehen. Der Frage, welche Verantwortung die professionelle Kommunikation unter diesen Bedingungen trägt, widmet sich pr suisse am 9. November 2026 an einem Roundtable in Bern. Im Zentrum steht die Rolle der PR in der demokratischen Meinungsbildung.

Sinkendes Vertrauen in Nachrichten

Der Digital News Report 2026 des Reuters Institute zeigt, dass in der Schweiz nur noch 42 Prozent der Befragten den Nachrichten im Allgemeinen vertrauen. International gewinnen soziale Medien und Videoplattformen als Informationsquellen weiter an Bedeutung. Personalisierte Informationsräume können laut der Mitteilung bestehende Überzeugungen verstärken und den Austausch zwischen unterschiedlichen Perspektiven erschweren. Damit stelle sich zunehmend die Frage, wer die öffentliche Meinungsbildung präge und auf welcher Grundlage Menschen Informationen beurteilen.

Die Rolle der PR zwischen Wirkung und Verantwortung

Auch PR- und Kommunikationsprofis nutzen die neuen digitalen Möglichkeiten, denn sie haben zum Ziel, Interesse für bestimmte Themen zu wecken und gewünschtes Verhalten zu fördern. Daraus ergeben sich mehrere Fragen: Wo verläuft die Grenze zwischen legitimer Interessenvertretung und Manipulation? Wie lässt sich Vertrauen in einem zunehmend fragmentierten Informationsumfeld aufbauen? Und welchen Beitrag kann professionelle PR zu einer informierten, vielfältigen und konstruktiven öffentlichen Debatte leisten?

Diese Fragen diskutiert pr suisse am zweiten Roundtable «Die Rolle der PR in der demokratischen Meinungsbildung», rund drei Wochen vor dem nächsten eidgenössischen Abstimmungssonntag.

Expert:innen und Rahmenbedingungen

An der Diskussion nehmen Prof. Dr. Diana Ingenhoff, Professorin für Organisationskommunikation und Public Diplomacy an der Universität Freiburg, und Dr. Angela Müller, Geschäftsleiterin von AlgorithmWatch CH, teil. Dazu kommen Urs Wiedmer, Leiter Kommunikation WBF und Sprecher von Bundesrat Guy Parmelin, sowie Mikis Graf, Managing Director von Bertakomm. Moderiert wird der Anlass von Véronique Haller, Co-Founder von Momentum Strategists und Mitglied der Société Romande de Relations Publiques (SRRP).

Der Roundtable findet am Montag, 9. November 2026, von 17.00 bis 19.30 Uhr im Raiffeisen-Forum an der Schauplatzgasse 11 in Bern statt. Die Teilnahme ist für Mitglieder von pr suisse kostenlos. Die Platzzahl ist auf 50 Personen beschränkt, Anmeldeschluss ist der 1. November 2026.

Über pr suisse

pr suisse (Schweizerischer Public Relations Verband SPRV) ist nach eigenen Angaben der gesamtschweizerische Berufsverband der PR- und Kommunikationsfachleute mit rund 1’200 Mitgliedern. Mit sieben Regionalgesellschaften ist der Verband schweizweit präsent. Er vernetzt Kommunikationsfachleute aus Agenturen, Unternehmen, Organisationen und Verwaltung, vertritt die Interessen der Branche und engagiert sich für Qualitätsstandards, professionelle Aus- und Weiterbildung sowie die gesellschaftliche Anerkennung der Public Relations.

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