Ständerat sagt Ja zu UKW – Regionalradios erhalten Planungssicherheit
Der Verband Schweizer Privatradios freut sich über den endgültigen Parlamentsentscheid zur Weiterführung von UKW. Nach massiven Hörerverlusten der SRG-Programme nach der UKW-Abschaltung hat der Ständerat die wirtschaftlichen Folgen und den ungenügenden Ausrüstungsgrad der Fahrzeuge berücksichtigt.

Der Verband Schweizer Privatradios (VSP) freut sich über den endgültigen Entscheid zur Weiterführung von UKW. Gleichzeitig ist er erleichtert, dass den Regionalradios unnötig hohe Hörer- und Werbeeinbussen erspart bleiben und die Bevölkerung mehr Zeit erhält, um Radiogeräte von analog auf digital umzurüsten.
Nach dem Entscheid des Ständerats haben nun beide Räte der Motion zur Weiterführung der UKW-Verbreitung zugestimmt. Der Bundesrat wird damit verpflichtet, die UKW-Versorgung über 2026 hinaus sicherzustellen und die entsprechenden Funkkonzessionen zu verlängern oder neu auszuschreiben.
Massive Hörerzahleneinbrüche bei SRG-Programmen
Der VSP zeigt sich erfreut darüber, dass die Politik die jüngsten Entwicklungen nach der UKW-Abschaltung der SRG ernst genommen und die zentralen Anliegen der Regionalradios nachvollzogen hat. Seit der Abschaltung haben die SRG-Programme massive Hörerzahleneinbrüche von bis zu 49 Prozent verzeichnet. Zudem sind über 100’000 Hörerinnen und Hörer auf ausländische UKW-Programme ausgewichen.
Wirtschaftliche Folgen berücksichtigt
Ebenso positiv bewertet der VSP, dass der Ständerat die wirtschaftlichen Folgen berücksichtigt hat: Ein vergleichbarer Hörerzahlenrückgang hätte für private Anbieter Werbeverluste in zweistelliger Millionenhöhe bedeutet und damit existenzielle Risiken geschaffen. Auch dem weiterhin ungenügenden Ausrüstungsgrad der Fahrzeuge trägt die Verlängerung Rechnung. 1,7 Millionen Autos in der Schweiz verfügen noch über ein UKW-Radio. Da eine Umrüstung in der Praxis fast ausschliesslich über den Kauf eines Neuwagens erfolgt, erhält die Bevölkerung nun mehr Zeit für den technologischen Übergang.
Investitionen in digitale Zukunft
Die Regionalradios stehen weiterhin klar hinter der digitalen Radiozukunft und investieren bereits heute deutlich mehr finanzielle Mittel in DAB+ als in UKW. Aber gleichzeitig braucht es eine realistische Übergangsphase, die technische Gegebenheiten, das Nutzerverhalten und die wirtschaftliche Stabilität berücksichtigt. Der nun gefällte Parlamentsentscheid schafft die benötigte Planungssicherheit für die Radiobranche und die Bevölkerung.
