SRG-Ombudsmann kritisiert «Rundschau»

Der SRG-Ombudsmann Achille Casanova hat mit deutlichen Worten einen «Rundschau»-Beitrag kritisiert. Die Berichterstattung zum Thema Raser sei «mangelhaft und einseitig» gewesen.

Das Publikum sei mit dem Beitrag vom 6. Mai nicht sachlich informiert worden  und habe sich keine eigene Meinung bilden können. Die Aussage in der Anmoderation, wonach der Rückgang von Strassenverkehrsopfern den Präventionskampagnen und dem Massnahmenpaket Via sicura zu verdanken sei, beurteilt der Ombudsmann als «gewagt». Weitere Faktoren, die vom Bund aber  ebenfalls genannt würden, seien gar nicht erwähnt worden.

Durch Interviewführung beeinflusst

Negative Worte findet Casanova auch für den Moderationsstil von Sandro Brotz: Zwar habe der Studiogast, der Tessiner Nationalrat Fabio Regazzi (CVP), seine Argumente vorbringen können, insgesamt sei das Publikum durch die  Interviewführung aber beeinflusst worden. Der Ombudsmann gab damit am Dienstag zwei Zuschauern Recht, die sich über die  Sendung beschwert hatten. Sie hatten kritisiert, dass in der Sendung nur die  positiven Seiten von Via Sicura erwähnt wurden. Zudem hätten elementare Fakten gefehlt, etwa die rechtliche Unsicherheit. (SDA)
 

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