Ringier-Radios führen Arbeitszeiterfassung ein

Auf Anfang März haben Energy Zürich, Energy Bern und Energy Basel eine Arbeitszeiterfassung eingeführt. Man reagiere aber nicht auf aktuelle gewerkschaftliche Forderungen, sondern plane die Einführung schon lange.

Dani Büchi, Geschäftsführer von Energy Schweiz, hat am Freitag entsprechende Informationen der NZZ bestätigt. Bemerkenswert ist dieser Umstand laut NZZ deshalb, weil Ringier vor einem Monat wie zuvor schon Tamedia von den Journalistenorganisationen Impressum und Syndicom wegen einer fehlenden Arbeitszeiterfassung angezeigt wurde.

Dass die Einführung der Arbeitszeiterfassung eine Reaktion auf den öffentlichen Druck gewesen sei, bestreitet Büchi gegenüber der NZZ aber. «Die Arbeiten am Erfassungssystem laufen schon seit rund einem Jahr.» Energy habe sich entschlossen, im Rahmen eines Zertifizierungsprozesses, die Erfassung der tatsächlichen Arbeitszeiten zu testen.

Ringier-Sprecher Edi Estermann sagt, der Konzern befürworte den Energy-Test. «Dieser hat jedoch nichts mit den Abklärungen zu tun, die Ringier derzeit vornimmt.» Was sich aus den bisherigen Abklärungen von Ringier ergeben hat, wollte Estermann laut NZZ nicht sagen. Ende März will der Konzern das Thema zusammen mit anderen Verlagshäusern erörtern. Über weitere Schritte werde nach dem jährlichen Treffen mit dem Zürcher Arbeitsinspektorat vom kommenden 9. April befunden.
 

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